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UN-Tribunal: Karadžić fordert Aufhebung von Schuldspruch

Radovan-Karadzic-Den-Haag
(Foto: zVg.)

Radovan Karadžićs Verteidigung hat die Aufhebung des Schuldspruchs gefordert. Der ehemalige Serbenführer wurde für den Genozid in Srebrenica, Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit verurteilt.

Im Berufungsverfahren will der verurteilte Kriegsverbrecher, Radovan Karadžić, eine Aufhebung seines Schuldspruches erreichen. Der ehemalige Serbenführer habe laut den Angaben seines Anwalts, Peter Robinson, keinen fairen Prozess erhalten. Dies erklärte Robinson vor dem UN-Tribunal in Den Haag, wie „Süddeutsche“ berichtet. Deshalb fordere seine Verteidigung einen Freispruch oder einen neuen Prozess.

2016 wurde Karadžić in erster Instanz vor dem UN-Gericht für den Genozid von Srebrenica, Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit im Balkan-Krieg von 1992-1995 zu 40 Jahren Haft verurteilt.

Die Anklage legte ebenso eine Berufung gegen das Urteil ein und fordert eine lebenslange Haft. Ein Urteil des UN-Gerichts wird erst in einigen Monaten erwartet.

Die UN-Schutzzone Srebrenica wurde 1995 von serbischen Einheiten eingenommen. Rund 8.000 muslimische Männer und Burschen wurden ermordet.