Bei sengender Hitze von 37 Grad vergisst ein Vater seinen zweijährigen Sohn im Auto. Als Hilfe eintrifft, ist es bereits zu spät.
Ein zweijähriger Bub ist in Spanien an den Folgen eines Hitzschlags verstorben, nachdem sein Vater ihn bei extremen Temperaturen im Auto zurückgelassen hatte. Wie mehrere Medien berichten, ereignete sich der Vorfall während der aktuellen Hitzewelle, als die Außentemperaturen in der Region auf etwa 37 Grad im Schatten kletterten. Im Fahrzeuginneren, das in direkter Sonneneinstrahlung stand, dürften die Werte deutlich über 50 Grad erreicht haben.
Rettungseinsatz in Valls
Die Rettungskräfte wurden am Nachmittag gegen 15 Uhr alarmiert. Laut übereinstimmenden Berichten der Zeitung La Vanguardia und weiterer regionaler Medien entsandte die Feuerwehr der Stadt Valls in Katalonien, rund 80 Kilometer südwestlich von Barcelona, umgehend ein Rettungsteam. Bei deren Eintreffen hatte der Vater seinen Sohn bereits in einen klimatisierten Raum gebracht.
Trotz sofortiger Wiederbelebungsversuche durch die Sanitäter konnte das Leben des Kleinkindes nicht mehr gerettet werden. Die genauen Umstände, die dazu führten, dass der Vater sein Kind im Fahrzeug vergaß, sind derzeit noch unklar. Die Eltern werden psychologisch betreut.
Die Polizei hat inzwischen ein Ermittlungsverfahren eingeleitet.
📍 Ort des Geschehens
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Rekordtemperaturen in Spanien
Der Vorfall ereignete sich während einer extremen Hitzewelle in Spanien. Der Juni 2025 war laut Wetterdiensten der heißeste seit Beginn der Aufzeichnungen im Land. An manchen Orten, wie in Huelva im Süden Spaniens, wurden Temperaturen von bis zu 46 Grad Celsius gemessen. Die Polizei betonte, dass unter diesen extremen Bedingungen selbst Erwachsene im verschlossenen Fahrzeug nicht überlebt hätten.
Gefährlicher Temperaturanstieg im Auto
Experten warnen eindringlich vor den lebensbedrohlichen Risiken, die entstehen, wenn Kinder oder Tiere in geparkten Fahrzeugen zurückgelassen werden. Bei sommerlichen Außentemperaturen kann sich das Wageninnere innerhalb weniger Minuten auf über 50 Grad aufheizen – ein Wert, der besonders für Kleinkinder rasch tödlich enden kann. Der kindliche Organismus überhitzt schneller als der von Erwachsenen, da Kinder im Verhältnis zu ihrem Körpergewicht mehr Wärme aufnehmen und schlechter abgeben können.
Die spanischen Behörden und Rettungsdienste nutzen den tragischen Vorfall in Valls als Anlass, erneut für Präventionsmaßnahmen zu sensibilisieren und vor den Gefahren zu warnen, Kinder auch nur kurzzeitig im Auto zurückzulassen. Die aktuelle Hitzewelle, die weite Teile Europas betrifft, hat das Risiko solcher Unfälle deutlich erhöht.