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Anschuldigungen

Vergewaltigung vorgeworfen: Weinstein-Prozess erneut geplatzt

Vergewaltigung vorgeworfen: Weinstein-Prozess erneut geplatzt
FOTO: EPA/TIMOTHY A. CLARY / POOL
2 Min. Lesezeit |

Erneut kein Urteil, erneut kein Abschluss: Im Fall Harvey Weinstein bleibt Gerechtigkeit für eine Frau weiter unerreichbar.

Harvey Weinstein, der einst mächtigste Filmproduzent Hollywoods, steht erneut vor einem juristischen Rückschlag. Ein Gericht in New York erklärte das Verfahren zu den Vergewaltigungsvorwürfen der Schauspielerin Jessica Mann für gescheitert, nachdem sich die Geschworenen nicht auf ein gemeinsames Urteil einigen konnten. Staatsanwalt Alvin Bragg zeigte sich am Freitag enttäuscht über diesen Ausgang, sprach den Jurymitgliedern aber dennoch seinen Dank für deren Arbeit aus.

Mann wirft dem heute 74-jährigen Weinstein vor, sie im Jahr 2013 vergewaltigt zu haben. Weinstein weist die Anschuldigungen zurück und besteht darauf, dass der Geschlechtsverkehr einvernehmlich stattgefunden habe.

Gescheiterte Verfahren

Bereits im Juni 2025 war ein erster Prozess zu Manns Vorwürfen ohne Urteil geblieben, weil die Geschworenen zu keiner Einigung gelangten. In demselben Verfahren wurde Weinstein allerdings wegen sexueller Nötigung der Produktionsassistentin Miriam Haley schuldig befunden, während ihn die Jury vom Vorwurf der sexuellen Nötigung des Models Kaja Sokola freisprach.

Die Anschuldigungen von Jessica Mann und Miriam Haley hatten 2020 zu einer Verurteilung Weinsteins in New York geführt. Diese Urteile wurden jedoch 2024 wegen Verfahrensfehlern aufgehoben, sodass die betreffenden Fälle neu vor Gericht gebracht werden mussten.

Derzeit verbüßt der frühere Filmmogul eine 16-jährige Haftstrafe in Kalifornien, die auf andere Sexualverbrechen zurückgeht. Weinstein wurde im Februar 2023 in Los Angeles wegen der Vergewaltigung einer Schauspielerin in einem Hotel in Beverly Hills im Jahr 2013 zu 16 Jahren Haft verurteilt. Gegen dieses Urteil hat der 74-Jährige Rechtsmittel eingelegt.

MeToo-Bewegung

Mehr als 80 Frauen erheben Vorwürfe sexueller Übergriffe gegen den Produzenten von Kinoerfolgen wie „Pulp Fiction“ und „Shakespeare in Love“. Ans Licht gebracht wurden die Vorgänge 2017 durch Recherchen der „New York Times“ und des Magazins „New Yorker“ – Berichte, die die gesamte Filmbranche erschütterten.

Diese Enthüllungen gaben den Anstoß zur MeToo-Bewegung, und Weinsteins Name steht seither weltweit als Sinnbild für Männer, die ihre Machtstellung gegenüber Frauen missbrauchen.

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KO KOSMO-Redaktion
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