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Viele Männer fragen bei Erektionsstörungen lieber den Online-Doktor

(FOTO: zVg.)

Erektionsstörung ist für Männer ein Thema, über das sie lieber nicht sprechen. Woran liegt das? Viele Männer definieren ihre Männlichkeit über ihre Sexualität. Wenn sie nicht ihren Mann stehen können, dann leidet das Selbstbewusstsein.

Erektionsstörung beziehungsweise erektile Dysfunktion ist immer noch ein Tabuthema, dass viele Männer und Frauen lieber totschweigen, anstatt gemeinsam zu versuchen, Abhilfe zu schaffen. Dabei ist in Deutschland jeder 5. Mann davon betroffen. Wobei dies auch von dem Alter des Mannes abhängt. Bei den 20- bis 30-Jährigen leiden nur bis zu 4 % an Erektionsstörungen, bei den 40- bis 50-Jährigen sind es schon bis zu 20 %. Doch gerade, weil dieses Thema nicht in der Öffentlichkeit diskutiert wird, entsteht der Eindruck, dass das Problem nur vereinzelt auftritt.

Untersuchungen haben ergeben, dass sich Männer bei diesem Problem am liebsten online beraten lassen. Es gibt telemedizinische Gesundheitsportale, die bei erektiler Dysfunktion mit ärztlichem Rat zur Seite stehen. Dabei bewahren sie die Art der Anonymität, die den Patienten dabei helfen, offen über die Ursachen zu sprechen. Telemedizinische Gesundheitsportale wie DoktorABC bieten auf ihrer Webseite schon umfangreiche Informationen über erektiler Dysfunktion an. Sobald das Kundenkonto angelegt ist, kann über die Chatfunktion mit einem Arzt kommuniziert werden. Wer zum Beispiel Viagra kaufen möchte, muss dafür eine Fragebogen ausfüllen, der erst vom Arzt geprüft werden muss, bevor die dazugehörige Online-Apotheke das Medikament verschickt kann.

Was passiert bei der erektilen Dysfunktion?
Ganz am Anfang muss geklärt werden, warum die Erektionsstörung auftritt. Dabei hilft es zu verstehen, was bei einer Erektion im Penis passiert. Die Schwellkörper im Penis sind verantwortlich für die Versteifung. Diese enthalten ein Muskelgeflecht mit Hohlräumen sowie Blutgefäße. Durch die Erweiterung der Arterien wird die Blutzufuhr gesteigert und eine Erektion tritt ein. Die oberflächlich liegenden Venen, die für den Blutabfluss zuständig sind, werden von dem festen Bindegewebe zusammengepresst und das Blut kann nur langsam zurückfließen. Der Druck im Schwellkörper steigt an und der Penis versteift sich. Eine Erektion ist ein komplexer Vorgang. Es müssen die Nerven, Blutgefäße, Hormone und Psyche zusammenspielen.

Von einer erektilen Dysfunktion spricht man erst, wenn innerhalb von drei Monaten in 50 % der Beischlaf-Versuche keine oder nur eine schwache Erektion eintritt. Sollte dies der Fall sein, dann sollte ein Arzt konsultiert werden. Erektionsstörungen können ab einem bestimmten Alter die ersten Anzeichen eines Herzinfarktes oder Schlaganfall sein und sollten dementsprechend ernst genommen werden. Auch Diabetes kann als Folgeerscheinung Erektionsstörungen auslösen. Daneben gibt es körperliche Ursachen wie Herz- und Gefäßerkrankungen, Stoffwechsel- und Organerkrankungen, Erkrankungen von Nerven und Gehirn und Erkrankungen oder Operationen im Genitalbereich, die zu einer Erektionsstörung führen können.

Was können Männer gegen erektile Dysfunktion tun?

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Die Komplexität einer erektilen Dysfunktion sind vielfältig und sollten daher genau beobachtet werden. Manchmal hilft es schon, den Lebenswandel ein wenig zu ändern. Gesünder essen, mehr Bewegung, nicht rauchen und kein Alkohol trinken, können bei den leichten Fällen schon eine Verbesserung erwirken. Bei Durchblutungsstörung helfen Mittel mit dem Wirkstoff Sildenafil, das zum Beispiel in Viagra oder anderen Generika wie enthalten ist. Sildenafil sorgt dafür, dass sich die Blutgefäße im Schwellkörper weiten und den Blutzufluss verstärken, während der Blutabfluss gedrosselt wird. Damit wird die Erektion verstärkt und verlängert.

Liegen andere Fehlfunktionen vor, dann muss mit dem Arzt abgeklärt werden, welche Medikamente eingenommen werden sollen und wie die Therapie aussieht. Die gute Nachricht ist, dass erektile Dysfunktion mit Erfolg behandelt werden kann. Leichte Fälle bei jungen Männern können meistens mit einer Änderung des Lebenswandels behoben werden. Weniger Stress, eine ausgewogene Ernährung und Sport sind natürliche Mittel, die man(n) immer anwenden kann. Mit zunehmenden Alter sollte dennoch der Rat eines Arztes hinzugezogen werden, wenn die Dysfunktion weiter besteht. Die Ursachen können auch Anzeichen für andere ernsthafte Erkrankungen sein und sollten umgehend behandelt werden.

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