Ein Lawinenunglück in Südtirol reißt immer mehr Menschen in den Tod – nun hat das Unglück ein viertes Opfer gefordert.
Das Lawinenunglück vom vergangenen Samstag im Südtiroler Ridnaun hat nun ein viertes Todesopfer gefordert: Ein 44-jähriger Österreicher, der bei dem Abgang verschüttet worden war, ist heute auf der Intensivstation des Krankenhauses Bozen seinen Verletzungen erlegen. Südtiroler und italienische Medien berichteten übereinstimmend darüber.
Großer Rettungseinsatz
Die Lawine hatte sich an der Rudererspitze in einer Höhe von rund 2.445 Metern, oberhalb der Gewinges-Alm, gelöst. In dem betroffenen Gebiet waren zu diesem Zeitpunkt mehrere Skitourengruppen mit insgesamt etwa 30 Personen unterwegs. Sechs Mitglieder einer Gruppe, die sich gerade im Aufstieg befand, wurden von den Schneemassen erfasst und verschüttet. Der Rettungseinsatz war umfangreich: Drei Notarzthubschrauber wurden alarmiert, mehr als 80 Einsatzkräfte rückten aus, um die Verschütteten zu bergen.
Bereits am Samstag hatte das Unglück zwei Menschenleben gefordert. Unter den Todesopfern befand sich ein 62-jähriger Bergführer, der eine Gruppe österreichischer Skialpinisten begleitet hatte, sowie ein 56-Jähriger, der in Österreich wohnhaft war.
Weiteres Todesopfer
Am Sonntag kam eine weitere Frau ums Leben: Eine 26-Jährige aus der norditalienischen Provinz Brescia starb im Krankenhaus Innsbruck, wohin sie unmittelbar nach dem Lawinenabgang mit einem österreichischen Rettungshubschrauber geflogen worden war. Sie erlag dort den schweren Verletzungen, die sie beim Unglück erlitten hatte.
Darüber hinaus wurden drei deutsche Skifahrer verletzt.