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Social-Media-Eklat

Volksschullehrerin aus Wiener Neustadt verspottet öffentlich Schüler

(FOTO: iStock/Elena Medoks/Wiyada Arunwaikit)
(FOTO: iStock/Elena Medoks/Wiyada Arunwaikit)

Eine Lehrerin löst mit einem Instagram-Post über die Fehler eines Schülers einen öffentlichen Eklat aus. Die Konsequenzen sind drastisch – die Schulleitung ergreift Maßnahmen, um einen derartigen Vorfall künftig zu verhindern.

In einem Instagram-Posting sorgt eine Lehrerin der Volksschule Theresienfeld im Bezirk Wiener Neustadt-Land für Unruhe. Die Pädagogin veröffentlichte Bilder eines Deutschaufsatzes eines Schülers mit Migrationshintergrund und spottete über die enthaltenen Fehler. Die öffentliche Bloßstellung führte dazu, dass das betroffene Kind nun unter den psychischen Folgen leidet und sich weigert, zur Schule zu gehen, wie heute.at berichtet.

Traumatisiertes Kind

Die Lehrerin fügte dem Posting einen türkischen Schriftzug hinzu, der übersetzt „ich wünschte, dass das alles nur ein Spaß sei“ bedeutet. Die Mutter des betroffenen Schülers berichtet, dass ihr Sohn seitdem traumatisiert ist. Die Pädagogin befindet sich im Krankenstand, und disziplinäre Maßnahmen werden derzeit intensiv geprüft, wie die Bildungsdirektion Niederösterreich bestätigt. „Jedenfalls wird die Pädagogin das Kind nicht mehr unterrichten. Dies wurde auch von der Schule mit den Erziehungsberechtigten bereits unmittelbar nach dem Vorfall so besprochen.“, heißt es in einer Stellungnahme.

Konsequenzen für die Lehrerin

Die Direktorin der Volksschule reagierte mit einem offiziellen Brief an die Eltern und entschuldigte sich für das unangemessene Verhalten der Lehrerin. Sie betonte, dass das Teilen personenbezogener schulischer Leistungen in sozialen Medien durch Lehrpersonen inakzeptabel sei. Die Pädagogin wird das betroffene Kind nicht mehr unterrichten, wie sofort nach dem Vorfall zwischen Schule und Eltern besprochen wurde.

Schüler simulieren Schlägerei und überraschen Lehrerin

In ihrer Entschuldigung bedauert die Lehrerin den Vorfall zutiefst und entschuldigt sich in aller Form bei allen Beteiligten. Sie erklärt, dass ihr Anliegen war, auf die Bedeutung des Lesens von Büchern aufmerksam zu machen. Die Schulleitung versichert, Maßnahmen zu ergreifen, um sicherzustellen, dass ein derartiger Vorfall nicht wieder vorkommt.