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WIRTSCHAFT

Von China nach Serbien: Österreichisches Unternehmen verlagert Produktion

Aleksandar Vucic in Niš
Bei der Eröffnung des Zumtobel Werks in Niš war auch der serbische Präsident Aleksandar Vučić anwesend. (Foto: Facebook/Aleksandar Vucic)

Der börsennotierte Leuchtenhersteller Zumtobel hat teilweise seine Produktion von China nach Serbien verlagert. In der drittgrößten serbischen Stadt Niš wurde das neue Werk eröffnet, wie „Salzburger Nachrichten“ berichten.

Der österreichische Leuchtenhersteller Zumtobel hat drei Standorte in Vorarlberg. Nun eröffnete das Unternehmen sein erstes Werk in der serbischen Stadt Niš. Damit verlagerte Zumtobel teilweise seine Produktion von China auf den Balkan. Auf dem 40.000 Quadratmeter großen Werk in Niš sollen LED-Komponenten für die Tochter Tridonic und LED-Leuchten gefertigt werden.

Derzeit sind rund 260 Mitarbeiter in Serbien beschäftigt. Die Anzahl der Arbeiter soll in Zukunft auf 1.100 gesteigert werden. Vergangenen Freitag nahmen der serbische Präsident, Aleksandar Vucic, und der österreichische EU-Minister, Gernot Blümel, an der Eröffnung teil. Gründe für die Produktionsverlagerung waren die kürzeren Transportwege und die wettbewerbsfähigen Löhne in Serbien, so Zumtobel-Chef Alfred Felder.

Schaffung neuer Arbeitsplätze
Die Arbeitslosenrate in Südserbien ist hoch. Laut Salzburger Nachrichten hat Niš 260.000 Einwohner und 7000 Arbeitslose mit einem Hochschulabschluss. Bei der Eröffnung des Werkes zeigte sich auch der Bürgermeister von Niš, Darko Bulatović, erfreut. „In den letzten Jahren wurden viele Fabriken geschlossen, viele Arbeiter wurden entlassen und Gehälter wurden nicht ausbezahlt. Nun haben wir Zeiten erreicht in denen wieder Arbeitsplätze geschaffen werden“, so Bulatović gegenüber N1.

Das durchschnittliche netto Monatsgehalt in der drittgrößten serbischen Stadt liegt bei 351 Euro. Das Vorarlberger Unternehmen ist nicht das erste ausländische Werk in Niš. Die deutsche Leoni oder die südkoreanische Yura Corporation sind einige Automobilzulieferer, die in der südserbischen Stadt einen Produktionsstandort eröffnet haben.