Der serbische Präsident Aleksandar Vučić empfing gestern den Vorsitzenden der Republika Srpska, Milorad Dodik, zu Gesprächen in Belgrad. Bei der Pressekonferenz betonte Vučić die Bedeutung der Zusammenarbeit zwischen Serbien und der serbischen Teilrepublik in Bosnien und Herzegowina.
„Unsere Beziehungen sind auf einem historischen Höchststand„, erklärte Vučić. Dodik stimmte zu und fügte hinzu, dass die Republika Srpska weiterhin auf die Unterstützung Belgrads zähle. Themen des Treffens waren wirtschaftliche Kooperation und gemeinsame Infrastrukturprojekte.
Politische Dimension
Die Ministerin für europäische Integration, Tanja Miščević, nahm ebenfalls an den Gesprächen teil und informierte über den EU-Beitrittsprozess Serbiens. Der Wirtschaftsminister Saša Janković präsentierte Pläne für neue Investitionen.
Kritik kam vom Oppositionspolitiker Dragan Đilas, der dem Treffen vorwarf, von innenpolitischen Problemen abzulenken. Die Politikwissenschaftlerin Jelena Đurđević bezeichnete die Beziehungen zwischen Belgrad und Banja Luka als „komplex und vielschichtig“.
Das Treffen findet in einem angespannten internationalen Kontext statt. Erst im Juni dieses Jahres hatten beide Regierungen eine offizielle Erklärung zur gemeinsamen Feier des serbischen Staatstags (Sretenje) verabschiedet – ein Schritt, den die EU und die USA als Versuch bewerten, die Souveränität Bosnien und Herzegowinas zu untergraben.
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Rechtliche Probleme
Bemerkenswert ist, dass Milorad Dodik derzeit mit einem internationalen Haftbefehl belegt ist. Ein bosnisches Gericht verurteilte ihn zu einer Haftstrafe sowie einem sechsjährigen Politikverbot wegen Missachtung von Entscheidungen des Hohen Repräsentanten der internationalen Gemeinschaft. Vučić hat Dodik in dieser Angelegenheit öffentlich unterstützt und bezeichnet ihn als Opfer einer politischen Kampagne. Der serbische Präsident soll Dodik im Notfall sogar Asyl in Serbien angeboten haben.
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Wirtschaftliche Hilfe
Am Rande des Treffens wurde bekannt, dass der Unternehmer Željko Mitrović eine Spende für den Wiederaufbau von Schulen in der Republika Srpska zugesagt hat.
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