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PARLAMENTSREDE

Vučić: Ein Kompromiss ist die einzige Lösung im Kosovo-Dialog

(FOTOS: zVg.)

Der serbische Präsident Aleksandar Vučić betonte am Dienstag im Parlament, dass Kompromisse die einzige Lösung für den Dialog zwischen Kosovo und Serbien seien.

Serbiens Präsident informierte die Abgeordneten bei einem Parlamentstreffen über seine Gespräche mit dem kosovarischen Premierminister Albin Kurti. Dabei sagte Vučić, dass der Konflikt mit dem Kosovo nicht eingefroren bleiben müsse und ein Kompromiss erforderlich sei. Er gab aber auch zu, dass ihm noch unklar sei, wie ein Kompromiss in diesem Fall aussehen würde.

Vučić wies bei seiner Rede darauf hin, dass „die Westmächte ihre Haltung nicht ändern werden und was auch immer passiert, sie werden die Unabhängigkeit des Kosovo und die Abspaltung von Serbien um jeden Preis befürworten.“

Das serbische Medium N1 berichtete, dass Vučić behauptet hätte, Beamte aus Priština hätten dem Hohen Vertreter der Europäischen Union Josep Borell und seinem Gesandten Miroslav Lajčák, gesagt, dass sie an nichts interessiert seien, was von früheren Regierungen des Kosovo unterzeichnet wurde. „Für Kurti war das einzige Thema: Wann werden wir die Unabhängigkeit des Kosovo anerkennen?“ Vučićs Antwort: „Nie“.

„Es ist eine viel schwierigere und ernstere Situation für beide Seiten, uns und sie […] Eine Kompromisslösung ist etwas, das wir suchen müssen“, so der Serbische Präsident. Nach Vučićs Rede im Parlament forderte der ethnische albanische Abgeordnete Šaip Kamberi Serbien dazu auf, zu akzeptieren, dass die serbischen Streitkräfte für die Tötung von Albanern verantwortlich waren.

„Als Albaner sehe ich eine Zukunft in der Europäischen Union, aber auch in der Normalisierung der Beziehungen zu Serbien. Die Formel für das Zusammenleben auf dem Balkan heißt Verständnis. Alles andere führt zu blutigen Kriegen“, so Kamberi. Er fügte hinzu, dass Serbien verstehen müsse, dass es mit Menschen verhandelt, deren Kinder von serbischen Streitkräften getötet wurden.

Als Antwort auf die Forderungen Kamberis meinte Vučić nur, dass Serbien für den Frieden sei und sich bei niemandem entschuldigen werde, „weder bei Kurti, noch irgendjemandem, der aus Priština kommt“, so Vučić. Und weiter: „Serbien wird des Kosovo nie müde werden.“

Quellen und Links:

exit.al