Während die Familie übergewichtig war, wog die 14-Jährige nur 16 Kilogramm. In Wisconsin steht ein erschütternder Fall von systematischer Kindesmisshandlung vor Gericht.
Wisconsin – Ein schockierender Fall von Kindesmisshandlung erschüttert den US-Bundesstaat Wisconsin. Eine vierköpfige Familie steht kurz vor der Gerichtsverhandlung, nachdem sie ihre 14-jährige Stieftochter beinahe zu Tode hungern ließ. Dem 47-jährigen Walter G., seiner Ehefrau Melissa G., der erwachsenen Stiefschwester Savannah G. und deren Lebensgefährtin Kayla S. drohen bis zu 15 Jahre Haft.
Im vergangenen August alarmierte der Vater den Notdienst mit der Meldung, seine Tochter sei bewusstlos, erbreche und sei extrem abgemagert. Die Rettungskräfte fanden das Mädchen in katastrophalem Zustand auf dem Boden ihres Zimmers liegend vor. Bei der Einlieferung ins Krankenhaus diagnostizierten Ärzte lebensgefährliche Unterzuckerung mit einem Wert von nur 24 mg/dl sowie Multiorganversagen. Zudem hatte das Kind durch langes Liegen bereits schwere Druckgeschwüre entwickelt.
Der Gesundheitszustand des Mädchens stand in drastischem Kontrast zum Rest der Familie. Während alle anderen Familienmitglieder stark übergewichtig waren, wog die 14-Jährige bei ihrer Rettung gerade einmal 16 Kilogramm. In Handynachrichten bezeichnete die Stiefmutter das Mädchen nie bei ihrem Namen, sondern durchgängig als “die Dumme”.
Systematische Misshandlung
Nach dem Vorfall leiteten die Behörden Ermittlungen wegen Kindesmisshandlung ein. Das Mädchen, in den Akten als MJG geführt, lebte seit 2021 beim Vater und besuchte seither keine Schule mehr. Die Familie behauptete, sie sei autistisch und habe die Nahrungsaufnahme verweigert – eine Version, an der alle Beschuldigten festhielten.
Die polizeilichen Untersuchungen widerlegten diese Darstellung vollständig. Eine frühere Lehrerin beschrieb MJG als völlig normales, kommunikatives Kind. Ein weiterer Zeuge schilderte das Mädchen ebenfalls als aufgeweckt, betonte jedoch, dass der Vater ihr verboten habe zu sprechen. Zudem gab er an, der Vater habe regelmäßig Nahrungsentzug als Bestrafungsmethode eingesetzt.
Besonders erschütternd sind die dokumentierten Aussagen des Vaters gegenüber seiner Tochter. Laut Zeugenaussage soll er in Gegenwart Dritter gesagt haben: “Ich wünschte, ich könnte dich töten.” Er bezeichnete seine Tochter als Belastung. Die Stiefschwester Savanna äußerte in Nachrichten offen ihren Hass und drohte wiederholt mit körperlicher Gewalt.
Grausame Haftbedingungen
Die Ermittler deckten ein System systematischer Misshandlung auf. Das Mädchen wurde permanent in ihrem Zimmer eingesperrt und durch eine vom Vater installierte Kamera überwacht. Die Auswertung der Familienhandys bestätigte, dass alle Familienmitglieder an der Misshandlung beteiligt waren.
MJG durfte nur unter Aufsicht zur Toilette gehen und verbrachte die meiste Zeit auf dem Boden ihres Zimmers, meist nur mit Unterwäsche bekleidet.
Das Mädchen überlebte die Tortur nur knapp und lebt inzwischen bei Verwandten. Die Beschuldigten müssen sich nun wegen körperlicher und seelischer Misshandlung sowie schwerer Vernachlässigung vor Gericht verantworten.
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