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STUDIE

Waren Corona-Maßnahmen sinnlos? Forscher bezweifeln Wirksamkeit

(FOTO: iStock)

In einer neuen Studie der Ludwig-Maximilian-Universität München konnte von Statistikern kein Zusammenhang zwischen Corona-Beschränkungen und niedrigeren Infektions-Zahlen nachgewiesen werden.

Seit nun fast eineinhalb Jahren kämpft man weltweit gegen die Corona-Virus-Pandemie. Dabei wurde fast überall auf Ausgangssperren, Kontaktverbote- und Beschränkungen, die Schließung von öffentlichen Einrichtungen usw. gesetzt. Die Hoffnung war, dass man durch diese Maßnahmen und Einschränkungen die Ausbreitung des Virus in den Griff bekommt. Oft wurde auch von Seiten der Regierungen kommuniziert, dass dies auch erfolgreich war und die Strategien wirkten.

Nun ist jedoch eine Studie der angesehenen Ludwig-Maximilian-Universität München herausgekommen, die die Wirksamkeit all jener Maßnahmen in Frage stellt. Die Forscher und Statistiker haben dabei die Folgen der ‚Bundesnotbremse‘, also die Auswirkungen der Maßnahmen in Deutschland untersucht. Das Ergebnis wird manche frustrieren: Es konnte kein unmittelbarer Zusammenhang zwischen den Maßnahmen der Regierung und dem rückläufigen Infektionsgeschehen nachgewiesen werden. Die Zahlen der mit Corona infizierten Menschen hatten meist schon vor dem Ergreifen der Maßnahmen zu sinken begonnen. Sie sollen also nicht der eigentliche Grund für die Verbesserung des Infektions-Geschehens gewesen sein.

Kritik an Maßnahmen
Die zahlreichen Maßnahmen wurden seit Beginn der Pandemie von unterschiedlichen Lagern diskutiert und kritisiert. Viele bezweifelten die Wirksamkeit und Sinnhaftigkeit mancher Beschränkungen. Aerosolforscher sprachen sich beispielsweise öfters gegen Ausgangsbeschränkungen aus, da Ansteckungs-Gefahr fast nur in Innenräumen bestünde. Die Zweifel scheinen sich durch diese Studie jetzt zum Teil bestätigen zu lassen. Die Forscher der Münchner Studie fordern auch die Öffnung von Schulen, da durch die regelmäßigen Testungen die Dunkelziffer der Infizierten verringert werden könne.