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Kindergarten

Wegen muslimischen Vätern: Pädagogin soll sich „richtig“ kleiden

Wegen muslimischen Vätern: Pädagogin soll sich „richtig“ kleiden
FOTO: iStock/shock
2 Min. Lesezeit |

In einem Wiener Kindergarten im Bezirk Penzing sorgt eine Anordnung der Leiterin für Aufsehen. Sie hat von ihrem Personal verlangt, sich züchtig zu kleiden, um muslimische Väter nicht zu verärgern.

Dies bedeutet, dass kürzere Röcke, Shirts oder dünne Blusen, besonders während der Sommermonate, unerwünscht sind. „Da gibt es eine Einrichtung, in der die Leiterin tatsächlich von ihren Mitarbeiterinnen verlangt, sie sollen geschlossene Kleidung tragen, denn es kommen muslimische Männer, die ihre Kinder abholen“, erfuhr die „Krone“.

Reaktionen der Behörde

Auf Anfrage der Zeitung „Krone“ bei der zuständigen Behörde, der Magistratsabteilung 10 (MA 10), bestätigte die Leiterin der Unternehmenskommunikation, dass die Stadt Wien keine spezifischen Vorgaben für eine konservative Kleidung macht. „Seitens der Stadt Wien gibt es keine Vorgabe bezüglich höher geschlossener Kleidung“, so die Stellungnahme. „Unsere Mitarbeiter*innen entscheiden selbst, welche Kleidung in ihrem Berufsalltag passend ist. Wir erwarten hierbei jedoch von unseren Mitarbeiter*innen, dass ihr Erscheinungsbild sauber und gepflegt ist, sowie, dass die Kleidung für den pädagogischen Alltag im Kindergarten zweckdienlich ist.“

Interne Überprüfung eingeleitet

Die MA 10 hat angekündigt, den Sachverhalt intern zu prüfen. „Betreffend den erwähnten Standort bedanken wir uns für den Hinweis und werden den Sachverhalt intern prüfen. Sollte es notwendig sein, werden wir hier gegebenenfalls weitere Schritte setzen. Die von Ihnen geschilderte Vorgehensweise entspricht jedenfalls nicht unserer Haltung“, fügte die Behörde hinzu. Konkretere Auskünfte zu Gesprächen mit oder zwischen den Mitarbeiterinnen wollte die Behörde jedoch nicht geben.

NEOS-Bildungsstadtrat bezieht Stellung

Der Bildungsstadtrat von Wien, Christoph Wiederkehr von den NEOS, wurde ebenfalls von der „Krone“ befragt und äußerte sich klar gegen solch religiös motivierte Kleidervorschriften. „Die Pädagoginnen und Pädagogen in den Wiener Kindergärten tragen Kleidung, die für ihren Job zweckmäßig und angemessen ist. Darüber hinaus gehende Kleidungsvorschriften können durch die einzelnen Standorte nicht verfügt werden. Religiöse Kleidungsgebote in öffentlichen Einrichtungen halte ich für inakzeptabel, denn sie sind mit den Werten einer liberalen Demokratie nicht vereinbar.“

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Während die Behörde und politische Vertreter klar Stellung beziehen, bleibt abzuwarten, welche Konsequenzen die interne Überprüfung im Penzinger Kindergarten haben wird.

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KO KOSMO-Redaktion
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