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Grünoasen

Wien wird grüner: Zwei neue Parkanlagen eröffnet

Wien wird grüner: Zwei neue Parkanlagen eröffnet
(FOTO: Wiener Stadtgärten/Bartholomäus+Grimm)
2 Min. Lesezeit |

Wien setzt mit der Eröffnung zweier neuer Grünflächen, der „Freien Mitte“ in der Leopoldstadt und dem Denglerpark in Floridsdorf, ein starkes Zeichen in Sachen Stadtgrün. Diese Projekte sind Teil einer umfangreichen Initiative, die zum Ziel hat, hunderttausende Quadratmeter neu erschlossenen oder umgestalteten Grünraum den Stadtbewohnerinnen und -bewohnern zur Verfügung zu stellen.

Die „Freie Mitte“ – Ein grünes Juwel

Im Herzen der Stadt, am Gelände des ehemaligen Nordbahnhofs, präsentiert sich die neu eröffnete „Freie Mitte“ als urbaner Erholungsort mit weitreichendem Grünangebot. Die Parkgestaltung umfasst unter anderem Schmetterlingsfutterpflanzen, die zwischen den historischen Gleisresten angelegt wurden, sowie vielfältige Freizeitmöglichkeiten wie Spielplätze, Hundezonen und einen Skatepark. Diese Maßnahmen spiegeln das starke Engagement der Stadt Wien wider, lebendige und naturnahe Erholungsflächen zu schaffen.

Der Denglerpark in Floridsdorf

Parallel dazu öffnet der Denglerpark seine Pforten für die Öffentlichkeit. Gelegen südlich der S-Bahn-Station Jedlersdorf, bietet dieser Park neben vielseitigen Grün- und Erholungsflächen auch neue Freizeitmöglichkeiten. Es handelt sich hierbei um einen weiteren Schritt im Rahmen der städtischen Grünraum-Offensive, die bereits zur Neugestaltung von 14 Parks und zur Umwandlung von 92 weiteren Anlagen seit 2021 geführt hat.

Wiens ambitionierte Grünraumziele

Die Wiener Stadtregierung hat sich das ambitionierte Ziel gesetzt, innerhalb ihrer aktuellen Legislaturperiode 400.000 Quadratmeter Grünraum neu zu gestalten oder umzugestalten. Diese Fläche entspricht fast dem Zehnfachen des berühmten Burggartens. Bislang konnte bereits mehr als die Hälfte dieses Ziels realisiert werden, was die Stadtverantwortlichen zuversichtlich stimmt, das Vorhaben bis 2025 erfolgreich abzuschließen. Ein wesentliches Kriterium dabei ist die leichte Erreichbarkeit der Grünräume für alle Stadtbewohnerinnen und -bewohner.

Kritische Stimmen zur Grünraum-Offensive

Trotz der positiven Entwicklungen gibt es auch kritische Stimmen. Die BOKU-Professorin Rosemarie Stangl bezeichnet die Projekte als „kosmetische“ Maßnahmen, die das Problem der Vollversiegelung von Flächen nicht grundlegend lösen. Ebenfalls kritisch äußert sich Lilli Lička von der BOKU über die städtische Planungspraxis, die trotz der bekannten Problematik großflächige Versiegelungen zulässt, wie beispielsweise am Hauptbahnhof.

Die Stadt steht vor der Herausforderung, im Rahmen ihrer Grünraum-Offensive nicht nur neue Grünflächen zu schaffen, sondern auch die Entsieglung von Flächen voranzutreiben und nachhaltige Konzepte für den urbanen Raum zu entwickeln.

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KO KOSMO-Redaktion
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