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14 Verletzte

Nächtlicher Schreck auf der Donau: Kreuzfahrtschiff rammt Mauer

Nächtlicher Schreck auf der Donau: Kreuzfahrtschiff rammt Mauer
(FOTO: Stadt Wien / Feuerwehr)
2 Min. Lesezeit |

Mitten in der Nacht, mitten auf der Donau: Ein Kreuzfahrtschiff kollidiert mit einer Mauer – und ein Großaufgebot rückt an.

In den frühen Morgenstunden des Freitags wurden Dutzende Passagiere an Bord eines Kreuzfahrtschiffs unsanft aus dem Schlaf geholt. Um 4 Uhr stieß das Luxusschiff im Bereich der Schleuse des Kraftwerks Freudenau gegen eine Mauer. Die Berufsfeuerwehr Wien rückte daraufhin innerhalb kürzester Zeit mit einem massiven Aufgebot an Kräften an – sowohl am Ufer als auch auf der Donau.

Parallel dazu suchten Feuerwehrleute das Wasser nach Personen ab und prüften, ob der Rumpf des Schiffes unterhalb der Wasserlinie in Mitleidenschaft gezogen worden war. Weitere Einsatzkräfte begaben sich an Bord, um die verletzten Passagiere behutsam zu versorgen und zu retten. Da das Schiff mehrere Meter tiefer als die Hafenmauer lag, wurden fünf Personen per Drehleiter an Land gebracht; zwei weitere gelangten mithilfe eines Feuerwehrbootes ans Ufer.

Unter den Passagieren befand sich auch ein Sanitäter aus Deutschland, der noch vor dem Eintreffen der Berufsrettung Wien mit der Erstversorgung der Betroffenen begonnen hatte und so bereits eine erste Lageeinschätzung vornehmen konnte.

Verletzte und Ermittlungen

Insgesamt 14 Personen wurden verletzt, sechs von ihnen mussten mit Prellungen in ein Krankenhaus eingeliefert werden – das teilte Rettungssprecher Daniel Melcher mit. Die Berufsrettung Wien war mit mehreren Teams vor Ort, darunter auch die Sondereinsatzgruppe. Die übrigen Passagiere wechselten auf ein anderes Schiff und konnten ihre Reise fortsetzen.

Die Ursache der Kollision ist noch ungeklärt und Gegenstand laufender Ermittlungen – ob ein technischer Defekt, ein Fahrfehler oder andere Faktoren ausschlaggebend waren, steht bislang nicht fest. Bei dem betroffenen Schiff handelt es sich laut Informationen von „Heute“ um die MS Anna Katharina, ein Flusskreuzfahrtschiff der gehobenen Klasse. Das rund 135 Meter lange Schiff bietet Platz für bis zu 180 Passagiere sowie 40 Crewmitglieder.

Eine siebentägige Donaukreuzfahrt an Bord ist – je nach Saison und Kabinenkategorie – ab rund 800 Euro buchbar. Zum Zeitpunkt des Unfalls war die Besatzung auf dem Weg in Richtung Deutschland.

Kraftwerk Freudenau

Das Kraftwerk Freudenau zählt zu den bedeutendsten Wasserkraftwerken Österreichs und gilt als das größte Stadtkraftwerk Europas. Seit seiner Inbetriebnahme im Jahr 1998 erzeugt es jährlich rund eine Milliarde Kilowattstunden Strom aus Wasserkraft und verfügt über eine Schleusenanlage für die Schifffahrt auf der Donau.

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KO KOSMO-Redaktion
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