Weniger Autos, mehr Gewinn – Porsche trotzt dem Absatzrückgang. Doch der nächste harte Einschnitt steht kurz bevor.
Trotz eines deutlichen Rückgangs bei den Verkaufszahlen hat die angeschlagene Porsche AG ihr operatives Ergebnis im ersten Halbjahr um rund ein Drittel verbessert. Aus den Geschäftszahlen des Mutterkonzerns Volkswagen geht hervor, dass die ausschließlich aus Porsche bestehende Markengruppe „Sport Luxury“ in diesem Zeitraum ein operatives Ergebnis von 1,35 Milliarden Euro erzielte – nach 1,01 Milliarden Euro im Vorjahreszeitraum, als der Wert noch um zwei Drittel eingebrochen war.
Der Umsatz ging um fünf Prozent auf 17,3 Milliarden Euro zurück. Volkswagen führte die positive Entwicklung auf „die umfassende Neuausrichtung des vergangenen Jahres, eine starke Preis- und Mixqualität sowie niedrigere Belastungen aus Rückstellungen aus 2025″ zurück.
Stellenabbau geht weiter
Im ersten Halbjahr sank der Absatz um 16 Prozent auf rund 121.000 Fahrzeuge. Der Stuttgarter Sportwagenhersteller befindet sich in einer schwierigen Lage: Das Chinageschäft ist eingebrochen, die erhöhten US-Zölle belasten das Unternehmen zusätzlich, und die milliardenschweren Investitionen in die Elektromobilität zahlen sich bislang nicht aus.
Porsche-Chef Michael Leiters treibt den bereits im Vorjahr begonnenen Spar- und Schrumpfkurs weiter voran. In der kommenden Woche sollen Belegschaft und Öffentlichkeit über ein zweites Paket an Stellenstreichungen informiert werden. Medienberichten zufolge sollen in den nächsten Jahren mindestens 5.000 weitere Arbeitsplätze wegfallen – nachdem bereits im vergangenen Jahr der Abbau von 3.900 Stellen beschlossen worden war.