Wiener Mafia-Mord: Seit 2014 insgesamt 24 Hinrichtungen durch Balkan-Clans

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Wiener Mafia-Mord: Seit 2014 insgesamt 24 Hinrichtungen durch Balkan-Clans

2023
Mafia-Morde-24-Tote-Montenegro
(FOTO: Screenshot-Youtube/@euronews (deutsch)/@Epoch Times Deutsch)

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Am 21. Dezember kam es in der Wiener Innenstadt zu einem Mafia-Auftragsmord, der auf der Feindschaft zweier Mafia-Clans aus Montenegro beruht. (KOSMO berichtete) Bisher forderte die Fehde zwischen den Banden aus Kotor 24 Tote.

Bei der Hinrichtung vor einem traditionellen Gastronomiebetrieb in der Wiener City kam der 32-Jährige Vladimir R. ums Leben, während sein Begleiter Stefan V. (23) schwer verletzt wurde. Kurz nach dem Mord veröffentlichte der Clan-Boss der Opfer sogar einen Partezettel inklusive einer verschlüsselten Drohbotschaft in serbischen Medien (KOSMO berichtete) Grund für die blutige Auseinandersetzung inmitten des Wiener Stadtzentrums sollen Drogengeschäfte sein.

24 Tote seit 2014
Wie die Belgrader Tageszeitung „Blic“ berichtet, sollen in den vergangenen vier Jahren bei Auftragsmorden insgesamt 24 Mitglieder der zwei Mafia-Clans ermordet worden sein. Vor allem die letzten zwei Jahre sollen von besonders blutigen Auseinandersetzungen und Hinrichtungen durchzogen gewesen sein.

Derzeit wird nach 23 flüchtigen Banden-Mitgliedern gefahndet. Dies berichtet „Analitika“ und beruft sich dabei auf Dejan Đurović vom internationalen Interpol-Büro in Podgorica.

Mafiaboss-Sohn aus U-Haft entlassen
Nachdem vergangenen Freitag ein Zeuge des Mafia-Mordes freigelassen wurde, öffnete sich am Montag die Zelle für das 23-Jährige Opfer (KOSMO berichtete). Stefan V., der am besagten Tag der Begleiter des ermordeten Vladimir R. (32) war, soll der Sohn eines einstigen Mafia-Bosses aus Novi Sad sein.

Ermordeter fühlte sich in Montenegro nicht sicher
Vladimir R. soll nur ein paar Tage vor dem Mord in Wien aus Montenegro in die österreichische Hauptstadt gereist sein. Er soll sich laut Balkanmedienberichten in seinem Heimatland nicht mehr sicher gefühlt haben. Der Onkel des Mordopfers, Niko R. wurde laut „Blic“ 2017 durch ein verfeindetes Bandenmitglied hingerichtet und nur wenig später sein Cousin bei einer Bombenexplosion schwer verletzt.

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