Start NEWS PANORAMA Wiener verscherbeln Gastro-Gutscheine auf Willhaben
KURIOSE HANDELSMÖGLICHKEIT

Wiener verscherbeln Gastro-Gutscheine auf Willhaben

GUTSCHEIN_WILLHABEN_GASTRO_WIEN_ANGEBOT
(FOTO: Screenshot Willhaben)

Die Stadt Wien verschenkt Gastronomie-Gutscheine und die Bürger entdecken eine kuriose Handelsmöglichkeit.

„Brauche ihn persönlich nicht und würde ihn daher weitergeben“ oder „Da meine Frau und ich diesen Gutschein in seiner ganzen Bedeutung nicht gutheißen und daher auch nicht nutzen werden, möchten wir diesen gerne abgeben“, so einige, kürzlich hochgeladene Anzeigen auf der Verkaufsplattform „Willhaben“.

NUR BARES
Bürgermeister Michael Ludwig startete eine Aktion, um die Gastronomie anzukurbeln und „den Wienerinnen und Wienern auch als Zeichen der Wertschätzung für den Zusammenhalt und für die Solidarität in den letzten Monaten unseren Dank zum Ausdruck bringen“, doch einige haben keine Lust darauf und verscherbeln diese zu vergünstigten Preisen.
Dabei gilt das Motto „Nur Bares ist Wahres“, denn die geschenkten Gutscheine im Wert von 25 bis 50 Euro, die ursprünglich nicht in Bar abzulösen sind, werden um etwa 10 bis 50 Euro verkauft.

SICHERHEITSLÜCKE
Die Weitergabe ist grundsätzlich nicht illegal, da die Gutschriften nicht personalisiert sind und damit an jeden übertragbar sind. Dadurch öffnet sich aber sowohl eine moralisch zwiespältige Möglichkeit zum Handel, wie auch zur tatsächlichen Kriminalität.

GUTSCHEIN_WILLHABEN_GASTRO_WIEN
(FOTO: zVg)

Wie „KOSMO.at“ berichtete, sind erst einen Tag nachdem die Verteilung der Gutscheine begonnen hat, Briefkästen aufgebrochen worden, um diese zu entwenden. Durch die fehlende Personalisierung können geklaute Gutscheine damit illegal weiterverkauft oder missbraucht werden.

Falls ihr betroffen seid, könnt ihr unter DIESEM LINK, die entwendete Gutschrift sperren lassen und bekommt eine neue zugeschickt.

Auch der Weiterverkauf über „Willhaben“ befindet sich derzeit, da er noch keiner Regelung unterliegt, im Graubereicht. Laut dem Büro des Bürgermeisters wird derzeit diskutiert wie damit künftig umgegangen werden soll.