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Wiener werden „undisziplinierter“: Corona-Neuinfektionen steigen wieder

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(FOTO: iStock)

Seit dem Wochenende wurden erneut vermehrt Neuinfektionen gemeldet, dennoch halten Experten an weiteren Lockerungen der Maßnahmen fest.

In Österreich wurden während der Epidemie 16.968 Menschen positiv auf SARS-CoV-2 getestet. Mittlerweile gelten 15.839 als genesen und 672 sind verstorben. Am Montag berichtete das Innenministerium, dass über das Wochenende erneut ein Anstieg er Infektionen erkennbar war.

In Wien wurden seit Samstagvormittag 61 Neuerkrankte gemeldet und ist laut medizinischen Krisenstab auf eine familien-interne Ansteckungen zurückführen. Allerdings könnten auch die Anti-Rassismus-Demonstrationen am Donnerstag und Freitag zum Anstieg geführt haben. Die 50.000 Teilnehmer haben sich, wenn auch nur zum Teil, nicht an den Mindestabstand bzw. die Maskenpflicht gehalten. Für eine Statistik diesbezüglich ist es aber noch zu früh.

Fakt ist jedoch, dass die Wiener „undisziplinierter“ werden in Bezug auf die Corona-Maßnahmen. Die Johannes-Gutenberg-Uni im deutschen Mainz hat nachgewiesen, dass der Mund-Nasen-Schutz eine effektive Methode ist, um das Virus einzudämmen, dennoch wird das „lästige“ Accessoire immer öfter runtergenommen oder komplett weggelassen. Auch der Mindestabstand wird nicht eingehalten, was ebenfalls eine Gefahr zur Ansteckung birgt.

Psychologin Christina Beran erklärte laut „Kronen Zeitung“: „Es bedarf mentaler Anstrengung und Konzentration. Auch macht es einen Unterschied, ein Ende von Einschränkungen zu kennen oder mit unbegrenztem Horizont zu agieren. Die Maßnahmen können auch als Autonomieverlust empfunden werden, und viele wollen die eigene Handlungsfähigkeit zurück.“

Trotz des gegenübergebrachten Verständnisses appellieren Experten weiterhin die Hände regelmäßig zu waschen, auf Händeschütteln und engen Kontakt zu verzichten, Abstand zu halten und Schutzmasken zur eigenen und der Sicherheit anderer zu tragen.