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Wiener Würstelstände: Bald UNESCO-Kulturerbe?

(FOTO: iStock/shishic/Daria Soldatkina)
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In den Herzen der Wienerinnen und Wiener und vielleicht bald als weltweit anerkennenswertes immaterielles Kulturerbe: Die Wiener Würstelstände mit ihrer einzigartigen Kultur und Tradition stehen kurz davor, bei der UNESCO ihren besonderen Platz zu finden. Eingebettet in das urbane Leben der österreichischen Hauptstadt, dienen diese nicht nur als kulinarische Anlaufstellen, sondern ebenso als soziale Treffpunkte, die Generationen und Kulturen vereinen.

Kennzeichnend für die Würstelstände in Wien ist nicht nur ihre Vielfalt an Spezialitäten und ein eigens dafür entwickeltes Vokabular, sondern auch ihre Verankerung im städtischen Alltag. Sie bilden einen festen Bestandteil der lokalen Kultur, erkennbar beispielsweise in literarischen Werken sowie in den Medien, wo sie oftmals ein Sinnbild für Wiener Lebensart darstellen.

Kulturelle Anerkennung auf höchstem Niveau

Die Bemühungen um Anerkennung dieser einzigartigen Kulturform reichen nun bis zur UNESCO, wobei führende Persönlichkeiten aus Wirtschaft und Politik ihre Unterstützung bekundet haben. Das Ziel: Die Wiener Würstelstandkultur neben bekannten Traditionen wie dem Wiener Walzer oder der Kaffeehauskultur in das Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes einzutragen.

Tradition trifft Moderne

Die Geschichte der Wiener Würstelstände ist sowohl ein Spiegelbild gesellschaftlicher Entwicklungen als auch ein Zeugnis der Fähigkeit zur Anpassung an die Moderne. Ursprünglich als Einnahmequelle für Kriegsinvaliden gedacht, haben sie sich zu Treffpunkten entwickelt, die weit über den bloßen Verkauf von Speisen hinausgehen.

Schritt in Richtung Zukunft

Die bevorstehende Bewerbung um den Status als immaterielles Kulturerbe markiert einen bedeutenden Schritt für die Wiener Würstelstandkultur. Sie unterstreicht nicht nur deren kulturellen Wert, sondern auch deren Rolle als lebendiges Element urbaner Identität und als Ort des Zusammentreffens und Austauschs.