Start POLITIK Wiens Bürgermeister Ludwig gedenkt Srebrenica-Opfern
VÖLKERMORD IN BOSNIEN-HERZEGOWINA

Wiens Bürgermeister Ludwig gedenkt Srebrenica-Opfern

(FOTO: C.Jobst/PID, Wikimedia Commons/Mazbln)

Anlässlich des Gedenktages für die Opfer von Srebrenica äußerte sich auch der Wiener Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) zu Wort.

Vom 11. bis 19. Juli 1995 ereignete sich das größte Kriegsverbrechen seit dem Zweiten Weltkrieg auf europäischem Boden. Der Völkermord von Srebrenica war ein Kriegsverbrechen während des Krieges gegen Bosnien und Herzegowina, das durch UN-Gerichte gemäß der Konvention über die Verhütung und Bestrafung des Völkermordes als Genozid klassifiziert wurde.

Im Juli 1995 wurden über 8.370 Bosniaken – vor allem Männer und Jungen zwischen 12 und 77 Jahren – getötet. Der Völkermord zog sich über mehrere Tage hin und verteilte sich auf eine Vielzahl von Tatorten in der Nähe von Srebrenica. Die Täter vergruben tausende Leichen in Massengräbern. Mehrfache Umbettungen in den darauffolgenden Wochen sollten die Taten verschleiern.

Am 15. Jänner 2009 hat das Europäische Parlament eine Srebrenica-Resolution verabschiedet, in welcher der 11. Juli als Gedenktag an die Opfer des Völkermords von Srebrenica ausgerufen wurde. „Nur wenn wir uns an diesen schrecklichen Genozid stetig erinnern und der Opfer gedenken, werden wir unserer humanitären Verpflichtung gerecht. Dazu gehört das ‘Niemals vergessen’“, so Dr. Wolfgang Petritsch, ehemaliger Hoher Repräsentant in Bosnien-Herzegowina.

„Völkermord in Srebrenica niemals vergessen“
Heute Morgen gedachte auch der Wiener Bürgermeister Michael Ludwig den Opfern des Völkermordes auf Twitter. „Dieser Tage erinnern wir uns an das Massaker von #Srebrenica im Juli 1995 – das schwerste Kriegsverbrechen seit Ende des 2. Weltkrieges.  Wir gedenken der über 8000 Opfer dieses Völkermords. Niemals vergessen. #SrebrenicaGenocide“

Vorheriger ArtikelDeshalb sollen Serben am 15. September weltweit die Nationalflagge aushängen
Nächster ArtikelUngarisch-serbische Grenze: Urlauber stirbt im Stau
Fragen oder Anregungen? Wir freuen uns auf Ihr Mail an redaktion[at]kosmo.at!