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Fortpflanzung

Wissenschaftler ratlos: Dieses Problem bedroht das Überleben der Menschheit

Symbolbild (FOTO: iStockphoto)

Als ob Klimawandel, militärische Konflikte, verschiedene Krankheiten und Pandemien nicht genug wären, haben Wissenschaftler ein weiteres Phänomen entdeckt, welches das Überleben der Menschheit in Zukunft bedrohen könnte.

Die in der Zeitschrift Human Reproduction Update veröffentlichte Analyse berücksichtigte mehr als 250 weltweit durchgeführte Studien, die sich mit der menschlichen Fortpflanzung befassten. Genauer gesagt konzentrierten sie sich in den letzten 50 Jahren auf die Spermienzahl bei Männern auf der ganzen Welt. Die Ergebnisse sind alarmierend. 

Anhand von Daten, die von 1973 bis 2018 gesammelt wurden, stellten die Wissenschaftler fest, dass die Anzahl der Spermien bis zum Jahr 2000 um durchschnittlich etwa 1,2 Prozent pro Jahr zurückging. Danach wurde die Situation noch schlimmer. Die Abnahmerate der Spermienzahl hat zugenommen und liegt nun bei etwa 2,6 Prozent pro Jahr. 

Wissenschaftler warnen nun, dies könnte auf ein wachsendes Fruchtbarkeitsproblem hinweisen. Es könnte aber genauso auch ein Indikator für Gesundheitsprobleme bei Männern sein.

Alarmglocken läuten bereits

Jüngste Forschungen haben nämlich gezeigt, dass Störungen in der Entwicklung von Fortpflanzungsorganen während der fötalen Phase mit einer lebenslangen Beeinträchtigung der Fruchtbarkeit und anderer Anzeichen einer Fortpflanzungsstörung verbunden sind. Laut Wissenschaftlern sind die Daten als solche für Einzelpersonen nicht alarmierend, könnten aber für die gesamte Gesellschaft ein Alarmsignal sein.

„Wir haben ein ernstes Problem, das, wenn es nicht zumindest nicht gemildert wird, das Überleben der Menschheit bedrohen könnte“, betonte Hagai Levine, israelischer Arzt für öffentliche Gesundheit und Epidemiologie.

Besorgniserregende Zahlen

Shanna Swan von der Icahn School of Medicine, die mit Levine und 53 Wissenschaftlern auf der ganzen Welt an dieser Analyse gearbeitet hat, betonte, dass eine niedrige Spermienzahl nicht nur die männliche Fruchtbarkeit beeinträchtigt, sondern schwerwiegende Folgen für die Gesundheit von Männern im Allgemeinen hat, die zusammenfassend als Hodendysgenesie-Syndrom bezeichnet werden.

„Der alarmierende Rückgang der männlichen Spermienkonzentration und der Gesamtzahl der Spermien um mehr als ein Prozent pro Jahr, wie in unserer Veröffentlichung berichtet, steht im Einklang mit negativen Trends bei der Gesundheit anderer Männer, wie Hodenkrebs, Hormonstörungen und genitalen Geburtsfehlern sowie die Verschlechterung der reproduktiven Gesundheit von Frauen. Dies darf so nicht weitergehen“, warnte Swan.

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