Wiener Wohnungspreise steigen 2025 fast flächendeckend – in manchen Bezirken sogar zweistellig. Der Markt zeigt klare Gewinner.
Nach einer rund zweijährigen Phase der Zurückhaltung kehrt der Preisauftrieb auf dem Wiener Immobilienmarkt mit spürbarer Dynamik zurück. „Wir haben Angebotsdaten aus 110 verschiedenen Bezirken für den aktuellen Eigentumspreisspiegel analysiert. Insbesondere in den Ballungsräumen legen die Preise wieder zu. Alle Landeshauptstädte und so gut wie alle Bezirke in Wien haben sich 2025 preislich nach oben entwickelt“, fasst Judith Kössner, Leiterin des Immobilienbereichs bei willhaben, zusammen.
Stärkste Zuwächse
Der aktuelle willhaben-Eigentumspreisspiegel belegt: Die Angebotspreise für Eigentumswohnungen in Wien ziehen 2025 quer durch nahezu alle Bezirke merklich an. Die stärksten Zuwächse verzeichneten Wien-Liesing mit einem Plus von 18,9 Prozent, Wien-Margareten mit 18,5 Prozent sowie Wien-Mariahilf mit 15,5 Prozent. Auch in den weiter außen gelegenen Bezirken zogen die Preise an: Wien-Simmering legte um 9,6 Prozent zu, Wien-Hernals um 8,4 Prozent, Wien-Ottakring um 8,2 Prozent und Wien-Floridsdorf um 5,6 Prozent.
Das teuerste Pflaster bleibt unverändert Wien-Innere Stadt mit einem Durchschnittspreis von 13.718 Euro pro Quadratmeter – wenngleich gegenüber 2024 ein leichter Rückgang von 0,7 Prozent zu verzeichnen ist. Im Spitzenfeld folgen Wien-Wieden mit 8.618 Euro, Wien-Neubau mit 8.068 Euro sowie Wien-Döbling mit 7.974 Euro pro Quadratmeter. Nicht in allen Bezirken zeigt die Kurve nach oben: In Wien-Leopoldstadt sanken die Preise um 0,9 Prozent, in Wien-Döbling um 1,5 Prozent, in Wien-Innere Stadt um 0,7 Prozent. Günstige Einstiegsmöglichkeiten lassen sich daraus jedoch nicht ableiten – das Preisniveau bleibt in diesen Lagen nach wie vor ausgesprochen hoch.
Pendelbewegungen
Kossner mahnt dabei zur Differenzierung: „Wir beobachten bei prozentuell besonders starken Veränderungen seit Jahren in vielen Bezirken so genannte Pendelbewegungen: Während es zunächst zu einem deutlichen Rückgang kommt, findet im Jahr darauf oftmals eine merkliche Erhöhung statt – oder umgekehrt. Schwankungen dieser Art können auf eine Vielzahl von Faktoren, wie etwa das stärker oder schwächer werdende Ungleichgewicht von Angebot und Nachfrage oder auch gezielte Stadtentwicklung sowie Infrastrukturprojekte in regionalen Märkten, zurückzuführen sein.“