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Zeitwende

Zeitumstellungs-Streit flammt wieder auf – EU-Staaten tief gespalten

Zeitumstellungs-Streit flammt wieder auf – EU-Staaten tief gespalten
(FOTO: iStock)
2 Min. Lesezeit |

Die Europäische Kommission nimmt neuen Anlauf zur Abschaffung der Zeitumstellung. Verkehrskommissar Apostolos Scicikostas kündigte eine neue Studie an, die 2025 starten und frühestens 2026 erste Ergebnisse liefern soll. Die Initiative folgt einem formellen Antrag eines Mitgliedstaates und zielt darauf ab, den seit 2019 festgefahrenen Gesetzgebungsprozess wieder in Gang zu bringen.

Bereits vor fünf Jahren hatte das Europäische Parlament einen Vorschlag zur Abschaffung des halbjährlichen Uhrenumstellens verabschiedet. Die Richtlinie scheiterte jedoch am fehlenden Konsens zwischen den EU-Staaten – insbesondere in der Frage, ob künftig dauerhaft die Sommer- oder die Winterzeit gelten sollte.

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Polnische Initiative

Die Kommission steht nun in engem Austausch mit dem EU-Rat und den Mitgliedstaaten, um das weitere Vorgehen abzustimmen. Den Anstoß für die Wiederaufnahme des Themas gab Polen während seiner EU-Ratspräsidentschaft, unterstützt durch Forderungen weiterer Mitgliedstaaten.

Kommissionars-Position

Kommissar Apostolos Tzitzikostas, der erst seit Januar 2025 im Amt ist, äußerte sich bislang nicht explizit zur Zeitumstellung. In einer aktuellen Antwort vom 28. Juli 2025 betonte er jedoch im Namen der Kommission die Notwendigkeit eines gemeinsamen Vorgehens der Mitgliedstaaten, ohne einen konkreten Zeitplan für die Abschaffung zu nennen. Seine verkehrspolitische Agenda konzentriert sich primär auf Dekarbonisierung und Infrastruktur, während die Zeitumstellung nicht als prioritärer Bestandteil seiner Programme für 2025 genannt wird.

Umfassende Untersuchung

Die geplante Untersuchung soll umfassend die Auswirkungen und praktische Umsetzbarkeit einer Abschaffung der Zeitumstellung bewerten.

Ihre Ergebnisse könnten die Grundlage für einen neuen Anlauf im Gesetzgebungsverfahren bilden.