Start Infotainment Lifestyle
Intimität

Zusammen Pornos gucken: Warum es für eine Beziehung gut sein kann

FOTO: Pixabay

Die gängige Meinung besagt, dass Pornokonsum nicht nur unserer Psyche schadet, sondern auch monogame Beziehungen gefährdet. Aber stimmt es wirklich, dass Pornos so schädlich für Partnerschaften sind? Bevor sie als der Grund der Beziehungsabbrüche abgetan werden, sollten vielleicht die Vorurteile über Pornos noch einmal beleuchtet werden, um festzustellen, ob sie wirklich so schlimm sind, wie alle behaupten.

Pornos sind ein fester Bestandteil unserer Gesellschaft

Tatsache ist, dass Pornografie nicht ignoriert werden kann, auch wenn sie gelegentlich als geschmacklos empfunden werden. Bei Google haben ungefähr 25 Prozent aller Suchmaschinenanfragen einen Bezug zur Pornografie. Das sind 68 Millionen Suchanfragen pro Tag.

Aber trotz der zweifelhaften Behauptungen, dass das Ansehen von Pornos das Selbstvertrauen und das Sexualleben ruiniert, hat die Pornografie einen festen Platz in unserer Gesellschaft – und in unseren Schlafzimmern. Und unter den richtigen Umständen und in der richtigen Einstellung kann das gemeinsame Pornogucken durchaus Wunder für dein Sexleben bewirken.

Pornos fördern emotionale und sexuelle Intimität

Pornos können tatsächlich helfen, emotionale und sexuelle Intimität zu fördern. Ein großer Teil der Arbeit von Paartherapeuten besteht darin, den Paaren zu helfen, eine tiefere sexuelle Verbindung zu entwickeln. Und das geschieht meist durch erotische Bilder. Erotik sowie die eigenen Masturbationsphantasien der Paare können nützliche Hilfsmittel sein, um ihnen bei ihrer Entwicklung als Erwachsene zu helfen.

Fantasie ist Teil eines gesunden Sexuallebens, und Pornos erweitern den Fundus an erotischen Szenarien in unseren Köpfen. Sie können Paare auch dazu anregen, sexuell mehr zu experimentieren.

Wie wäre es, wenn du diese Erfahrungen mit deinem Mann teilen würdest, anstatt dich von seinem Stapel Pornohefte oder der Zeit, die er mit dem Anschauen von Online-Erotika verbringt, bedroht zu fühlen? Außerdem muss betont werden, dass dein Partner beim Anblick eines Pornostars mit vielleicht erregt wird, was aber nicht bedeutet, dass er sich in Wirklichkeit zu ihr hingezogen fühlen würde.

Vertraue darauf, dass er den Unterschied zwischen dem, was echt ist und dem, was unecht ist, kennt. Aber beim gemeinsamen Anschauen geht es nicht nur um seinen Geschmack und seine Neigungen – es geht genauso um deine. Sage deinem Partner, was du sehen möchtest und was dich anmacht. Schließlich soll es für beide Seiten eine angenehme Erfahrung werden. Und falls du nicht zu sehr für die Pornos deines Partners interessieren kannst, gibt es auch Sexfilme-Seiten für Frauen. Hier wird nämlich eher darauf geachtet, dass gefilmt wird, was eine Frau anmachen würde.

Gemeinsame Erfahrungen sammeln

Jedes Mal, wenn ein Paar ein Hobby oder – noch besser – eine sexuelle Erfahrung teilen kann, investiert es in die Langlebigkeit seiner Beziehung. Pornos im Alleingang zu schauen ist zwar in Ordnung, aber warum nicht auch den Partner einbeziehen? Falls ihr Kinder habt, vergewissert euch nur, dass sie nicht in Hörweite sind, wenn ihr dieses Vorhaben durchzieht. Sonst könnte es Traumata und negative Konsequenzen für die Kinder nach sich ziehen.

Fantasien des Partners kennenlernen

Pornos gemeinsam zu gucken ist eine einfache Möglichkeit, die Fantasien des Partners kennenzulernen. Manche Menschen sind sehr schüchtern oder schämen sich, ihre sexuellen Fantasien mit ihrem Partner zu teilen. Andere wissen nicht einmal, was sie wirklich wollen oder was sie anmacht, geschweige denn, was den Motor ihres Partners zum Laufen bringt. Dank des Internets gibt es einen unendlichen Bestand an Videoclips mit Profis und auch Amateuren, die alle möglichen sexuellen Aktionen durchführen.

Mit einem einfachen Klick kannst du das Glück haben, zu sehen, wie deine inneren Wünsche auf dem Bildschirm ausgelebt werden. Für diejenigen, die nicht wissen, wovon sie eigentlich träumen, kann ein einfacher Videoclip alle geheimen Wünsche aufdecken. Das kann eine wertvolle Information sein, wenn dein Partner wirklich lernen will, wie er dir gefallen kann.

Vorspiel antreiben

Pornos können das Vorspiel beschleunigen. In dieser modernen Welt, in der sich alles und jeder in einem raschen Tempo bewegt, kann der Begriff „Quickie“ eine ganz neue Bedeutung bekommen. Und wenn du kleine Kinder hast, die ständig nur eine dünne Wand vom eigenen Schlafzimmer entfernt sind, musst du die intimen Momente wahrscheinlich ohnehin kurzhalten.

Die Realität der sexuellen Attraktion

Wer zusammen Pornos guckt weiß, dass es den Mythos zerschlägt, dass man sich nur zu seinem Partner hingezogen fühlen kann. Wir Menschen müssen uns eingestehen und die Tatsache akzeptieren, dass unser Partner auch von anderen erregt werden kann. Die Chancen sind groß, dass der Partner im Laufe einer langfristigen Beziehung irgendwann einmal von jemand anderem fantasiert. Und wenn du hier zu sehr klammerst, ist das für den Partner eher abturnend und andere Optionen werden noch schneller interessanter.

Das gemeinsame Anschauen von Pornos ermöglicht es Paaren, die Erregung des Partners beim Anblick einer anderen Frau als das zu sehen, was sie ist – eine biologische Reaktion auf einen Stimulus. Es gibt trotzdem keinen Grund, sich bedroht und unsicher zu fühlen, denn Liebe und sexuelle Anziehung sind nicht (immer) dasselbe.

Minderung sexueller Wünsche außerhalb der Beziehung

Es kann das Bedürfnis reduzieren, sexuelle Wünsche mit jemandem außerhalb der Beziehung auszuleben. Wenn Paare miteinander schlafen, erübrigen sich möglicherweise die Interessen von „externen“ sexuellen Aktivitäten. Wenn du und dein Partner voneinander sexuell befriedigt werdet, ist es unwahrscheinlicher, dass jeweils der andere anderswo nach Befriedigung sucht.

Manche denken vielleicht, dass das Anschauen einer anderen Person oder der Gedanke an einen anderen gleichbedeutend mit Fremdgehen ist, aber diese Denkweise ignoriert eine zentrale Tatsache der menschlichen Sexualität – die meisten von uns sehnen sich naturbedingt bedingt nach Abwechslung. Wenn du deinem Partner gestattest, sich im Internet jemand anderen anzusehen, wird das eure Beziehung nicht zerstören. Es dem Partner aber zu verbieten, könnte die Beziehung belasten.

Und da es wahrscheinlich ist, dass sich der Partner sowieso Pornos anschaut, wird praktisch die Erlaubnis gegeben, ehrlich und offen über diese Gewohnheiten zu sprechen. Das ist wesentlich besser, als ständig das Gefühl zu haben, dass es sich um schändliche Geheimnisse handelt, die versteckt werden müssen. Wenn dein Partner also seinen Internetverlauf nicht mehr ständig löschen muss, um dieses Geheimnis zu bewahren, wird er sich dadurch besser fühlen. So muss er nicht immer Angst haben, „erwischt“ zu werden. Somit wird es der Beziehung generell besser gehen – und dir dann auch.

Fazit

Für viele ist Sex der Kleister, der eine Beziehung zusammenhält. Wenn du und dein Partner noch keine Pornografie in euer sexuelles Repertoire aufgenommen habt, dann ist jetzt der richtige Zeitpunkt gekommen, damit anzufangen. Schließlich bleiben Paare, die zusammen Spaß haben, auch länger zusammen.

Wie finden Sie den Artikel?