Start NEWS Chronik Zwei Serben und ein Österreicher betrieben riesige Cannabisplantage
250.000 EURO GRAS

Zwei Serben und ein Österreicher betrieben riesige Cannabisplantage

(FOTO: Facebook/Polizei Oberösterreich)

Die Kriminalpolizei fand im Bezirk Kirchdorf an der Krems ein ganzes Einfamilienhaus voller Marihuana. Beamte stellten Drogen im Wert von 250.000 Euro sicher. Drei Verdächtige wurden festgenommen.

Zahlreiche Beschwerden aus der Bevölkerung brachten die Suchtfahnder auf die Spur der riesigen Cannabisplantage. Sie beklagten sich über einen penetranten Cannabisgeruch der aus einem scheinbar leer stehenden Haus in Grünburg strömen würde. Doch das Einfamilienhaus wurde in Wirklichkeit von Personen bewohnt, die dort gar nicht gemeldet waren. Bei der Hausdurchsuchung am Mittwoch wurden ein 38- und ein 41-jähriger Serbe, die sich illegal in Österreich aufhielten, sowie ein 28-Jähriger aus Wels angetroffen.

„Höchst professionelle Aufzuchtanlage“
Die Kriminalbeamten kamen aus dem Staunen gar nicht mehr heraus, als sie sich das Haus näher ansahen: Das gesamte Gebäude war bis obenhin zu einer „höchst professionellen Cannabisaufzuchtanlage“ umfunktioniert worden. Den notwendigen Strom holten sich die Cannabiszüchter, indem sie ihn illegal abzweigten. Dazu stemmten sie die Kellerwand auf, zwickten die Zuleitung zum Haus vor dem Zähler ab und schlossen einen eigens für die Anlage installierten Verteiler an.

Um die Pflanzen mit ausreichend Wasser zu versorgen, stellten die Marihuana-Züchter pro Stockwerk je einen faltbaren Tank samt Tauchpumpe auf, der mehrere hundert Liter fassen konnte. Zudem legten sie durch das gesamte Gebäude zahlreiche Entlüftungsschläuche, um den Cannabisgeruch und die Abluft über den Dachboden abzuleiten.

Gras im Wert von 250.000 Euro
Bei der Hausdurchsuchung stellten die Beamten etwa 880 Pflanzen sicher, die seit Anfang Februar großgezogen und abgeerntet worden waren. 22,65 Kilo waren bereits zur Trocknung ausgebreitet bzw. teilweise schon zum Verkauf abgepackt. Der Straßenverkaufswert: 250.000 Euro. Die drei Verdächtigen – zwei Serben und ein Österreicher – wurden in die Justizanstalt Garsten gebracht.

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