Straßenprotest, Museumsführungen, politische Forderungen: Wien markiert den 115. Internationalen Frauentag mit einem vielstimmigen Programm.
Der Internationale Frauentag wird in diesem Jahr zum 115. Mal begangen – als globaler Anlass, strukturelle Ungleichheiten zwischen den Geschlechtern sichtbar zu machen. In Wien zieht das Bündnis „Take Back the Streets“ mit einer Demonstration durch die Stadt und fordert ein Ende des Patriarchats.
Neben dem politischen Protest stehen auch kulturelle Veranstaltungen auf dem Programm: Sowohl das Haus der Geschichte (hdgö) als auch die Albertina bieten Führungen an, die Frauen und ihre Geschichte in den Mittelpunkt rücken.
Politische Forderungen
Auf Bundesebene haben die politischen Parteien für diesen Tag keine größeren Veranstaltungen angesetzt – ähnlich wie zahlreiche zivilgesellschaftliche Organisationen haben sie ihre frauenpolitischen Positionen bereits in den vergangenen Tagen öffentlich gemacht. Dabei standen wiederholt dieselben Kernforderungen im Raum: mehr Lohntransparenz, eine gerechtere Verteilung von Berufs- und Sorgearbeit sowie eine stärkere gesellschaftliche Anerkennung von Frauen.
Laut Statistik Austria liegt die geschlechterspezifische Lohnlücke in der Privatwirtschaft nach wie vor bei 17,6 Prozent. Darüber hinaus wurde erneut auf das Problem der Gewalt gegen Frauen hingewiesen.