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Festnahme

14-Jährige plante Terror-Attacke auf „Ungläubige“

(FOTO: killerbayer/Adrian Wojcik)
(FOTO: killerbayer/Adrian Wojcik)

In Graz konnten die Ermittler des Landesamts für Staatsschutz und Extremismusbekämpfung (LSE) Steiermark, dank eines Hinweis einer europäischen Behörde, eine potenziell katastrophale Situation vereiteln. Ein 14-jähriges Mädchen hatte geplant, am belebten Jakominiplatz ein Massaker anzurichten. Ziel ihres geplanten Angriffs waren Menschen, die sie als „Ungläubige“ einstufte.

Vorbereitungen für einen Angriff

Das junge Mädchen hatte bereits diverse Waffen angeschafft, darunter ein Beil und ein Messer. Zudem hatte sie sich schwarze Kleidung zugelegt, die als Tatkleidung gedient hätte. Über den Nachrichtendienst Telegram teilte sie Bilder und Pläne ihres Vorhabens mit Gleichgesinnten im Ausland. Ihr Angriffsziel: so viele Menschen wie möglich zu töten bevor sie geplant hatte, sich selbst das Leben zu nehmen.

Intervention verhinderte Schlimmeres

Dank der Kooperation europäischer Sicherheitsbehörden konnte die Polizei das Vorhaben der aus Montenegro stammenden Schülerin, die in Graz lebt, aufdecken. Die Staatsanwaltschaft Graz ordnete daraufhin eine Hausdurchsuchung an, bei der nicht nur die mutmaßlichen Tatwaffen und Kleidung, sondern auch Datenträger mit IS-Propagandamaterial sowie Kampf- und Hinrichtungsvideos beschlagnahmt wurden. Die Festnahme erfolgte am Samstagabend.

Brutstätte für Radikalisierung

Die jüngsten Erkenntnisse verdeutlichen den zunehmenden Trend zur Radikalisierung junger Menschen durch soziale Medien. Insbesondere Jugendliche scheinen anfällig für die extremistische Propaganda zu sein, die oft gewaltaffin ist und sich ideologisch am IS orientiert. Diese Gruppen finden online eine Plattform, um Inhalte zu teilen und sich zu organisieren, da die Propagandamaterialien leicht zugänglich und konsumierbar sind.

Kein Geständnis trotz Beweislage

Bei der Befragung zeigte sich die Jugendliche nicht geständig und verweigerte jegliche Aussagen zum Tatvorwurf. Unterstützt wurde sie dabei von ihrem Anwalt und ihren anwesenden Eltern, die offenbar von den Plänen ihrer Tochter nichts wussten. Die weiteren Untersuchungen sind im Gange, wobei die Staatsanwaltschaft Graz die vorläufige Inhaftierung der Verdächtigen anordnete.

Politische Reaktionen und Forderungen

Die aufgedeckten Pläne stießen auf breites politisches Echo. Innenminister Gerhard Karner lobte das entschlossene Vorgehen gegen Extremismus. Landeshauptmann Christopher Drexler sprach sich für Nulltoleranz gegen Islamismus und Radikalität aus und forderte harte Strafen für solch radikale Taten. Der steirische FPÖ-Landesrat Mario Kunasek warnte vor den Gefahren der Zuwanderung und des politischen Islams, plädierte für ein Gesetz zum Verbot des politischen Islams.

Das rechtzeitige Eingreifen der Sicherheitskräfte verhinderte eine Tragödie und verdeutlicht die Notwendigkeit einer wachsamen und handlungsfähigen Sicherheitsarchitektur, um derart radikale Anschlagspläne im Keim zu ersticken.