Die Terroranschläge des 11. September 2001 erschütterten die Weltordnung nachhaltig. Mehrere Mitglieder der islamistischen Terrororganisation Al-Qaida entführten an diesem Tag vier Passagierflugzeuge in den USA.
Zwei dieser Maschinen steuerten die Terroristen im Abstand von nur 17 Minuten in die Zwillingstürme des World Trade Centers in New York City – der erste Einschlag erfolgte um 8:46 Uhr, der zweite um 9:03 Uhr Ortszeit – was zum vollständigen Einsturz der Gebäude führte. Ein drittes Flugzeug traf das Pentagon in Washington D.C., während die Passagiere des vierten Flugzeugs, United Airlines Flug 93, die Entführer überwältigen konnten. Diese Maschine stürzte daraufhin auf ein Feld in Pennsylvania.
Die Bilanz des Terrors war verheerend: Bei allen vier Anschlägen zusammen kamen rund 3.000 Menschen ums Leben, darunter 2.606 Menschen allein in den Zwillingstürmen des World Trade Centers. Unter den Opfern befanden sich auch zahlreiche ausländische Staatsangehörige sowie 147 Passagiere und Besatzungsmitglieder der entführten Flugzeuge.
Die Attentäter, mehrheitlich saudische Staatsangehörige, handelten aus islamistisch-extremistischen Motiven und gehörten dem Terrornetzwerk Al-Qaida unter Führung von Osama bin Laden an. US-Behörden bestätigten bereits wenige Stunden nach den Anschlägen die Verantwortung der Terrororganisation. Als Reaktion riefen die USA den „Krieg gegen den Terror“ aus, der eine umfassende Militärintervention in Afghanistan nach sich zog. Das dortige Taliban-Regime (islamistische Bewegung), das als wichtigster Unterstützer des Al-Qaida-Netzwerks galt, wurde zum primären Ziel der amerikanischen Vergeltungsschläge.
Historische Verstrickungen
Die historische Ironie dieser Entwicklung liegt in der früheren Unterstützung der Taliban durch die USA während des Kalten Krieges, als diese gegen die sowjetischen Truppen in Afghanistan kämpften. Auch Osama bin Laden, islamistischer Fundamentalist und Millionär, stand damals auf Seiten der USA. Mitglieder seines Terrornetzwerks waren später auch in den Konflikten auf dem Balkan in den 1990er Jahren aktiv.
Langfristige Folgen
Fast ein Jahrzehnt nach den Anschlägen, am 2. Mai 2011, wurde Osama bin Laden bei einer US-Militäroperation in Pakistan getötet. Zum Gedenken an die Opfer der Terroranschläge entstand auf dem Gelände des zerstörten World Trade Centers in New York City eine Gedenkstätte. Die amerikanischen Truppen verließen Afghanistan schließlich Ende August 2021 – just zu dem Zeitpunkt, als die Taliban erneut die Hauptstadt Kabul einnahmen.
Die Anschläge vom 11. September 2001 veränderten die globale Sicherheitsarchitektur fundamental.