Ein bewegendes Lied, ein mysteriöser Texter hinter Gittern und ein früh verstorbener Balkan-Star – die Geschichte hinter Tose Proeskis größtem Hit birgt überraschende Wendungen.
Der Sänger Tose Proeski verlor am 16. Oktober 2007 bei einem tragischen Verkehrsunfall auf der kroatischen Autobahn A3 zwischen Zagreb und Lipovac sein Leben. Doch sein musikalisches Erbe lebt in den Herzen seiner Fans weiter. Kaum jemand konnte sich dem Charme des Künstlers entziehen, und viele seiner Kompositionen erfreuen sich bis heute ungebrochener Beliebtheit. Besonders sein Hit „Soba za tugu“ zählt zu seinen unvergesslichen Werken – allerdings verbirgt sich hinter diesem Lied eine Geschichte, die nur wenigen bekannt ist.
Geheimnisvolle Entstehung
Einer verbreiteten Erzählung zufolge stammen die ergreifenden Verse von einem Häftling, der wegen der Tötung des Geliebten seiner Ehefrau eine Gefängnisstrafe verbüßte. Der Text soll seinen Weg zu Proeskis Manager gefunden haben, der dem Sänger die Vertonung vorschlug – mit durchschlagendem Erfolg. Bemerkenswert: Der Verfasser soll für seine Zeilen keinerlei finanzielle Vergütung verlangt haben. Sein einziger Wunsch war angeblich eine persönliche Widmung auf dem Originalalbum, die ihm auch gewährt wurde.
Alternative Version
Eine alternative Version der Geschichte zeichnet ein etwas milderes Bild: Auch hier wird von einem Inhaftierten als Urheber ausgegangen, jedoch nicht wegen eines Tötungsdelikts, sondern wegen eines Banküberfalls. Das Lied sei in diesem Fall seiner Partnerin gewidmet gewesen. Auch in dieser Variante wird berichtet, dass der Mann statt einer finanziellen Beteiligung lediglich die Widmung auf dem Album erbeten und erhalten habe.