2.000 „Raser“ bekommen Geld zurück

STRAFZETTEL

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2.000 „Raser“ bekommen Geld zurück

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(FOTO: iStockphoto)

Circa 2.000 Autofahrer, die im November in eine Radarfalle getappt sind, können nun die bezahlte Strafe zurückfordern.

Die Hauptstraße in Kohfidisch (Bezirk Oberwart) ist bereits seit längerer Zeit eine Baustelle, weshalb dort eine Geschwindigkeitsbeschränkung von 30 Stundenkilometern gilt. Im November wurde dort auch ein „Blitzer“ aufgestellt und mehr als 2.000 Fahrer erhielten eine Strafe wegen überhöhter Geschwindigkeit.

Fehlendes Verkehrsschild – Lenker brachte Fall ins Rollen
Einer der bestraften Autofahrer konnte jedoch beweisen, dass auf der Kohfidischer Hauptstraße ungültig gestraft wurde. Dies bestätigte auch der Bezirkshauptmann von Oberwart, Helmut Nemeth, gegenüber dem „Kurier“. Nemeth erklärte, dass es sich um eine mobile Baustelle gehandelt habe, die je nach Ort der Bautätigkeiten wanderte.

Dieser Bereich hätte 25 Meter davor und danach mit den entsprechenden Verkehrszeichen gekennzeichnet werden müssen. Im Fall von Kohfidisch war zwar ein Anfangsschild für die 30er-Zone vorhanden, ein Hinweis auf das Ende fehlte jedoch. „Es wurde nicht rechtskonform kundgemacht – und aus diesem Grund sind die Strafen nicht rechtsgültig verhängt worden“, so der Bezirkshauptmann weiter.

Geld zurückholen
All jene knapp 2.000 Fahrer, die im November auf der besagten Straße geblitzt worden sind, bekommen ihr Geld zurück. Dafür muss man sich nur bei der Bezirkshauptmannschaft melden. Nemeth rät den Betroffenen auch, neben ihren Namen auch die Zahl auf der Anonymverfügung anzugeben, da man so im elektronischen System die Fälle leichter herausfiltern könne.

Bei vielen Strafen in diesem Fall ist die Zahlungsfrist von vier Wochen noch nicht abgelaufen. In diesem Fall wird die Strafe erlassen.

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