Kolumbien trauert nach einem verheerenden Erdbeben – doch aus den Trümmern kommt ein Bild, das bewegt.
Inmitten der Trümmer, die das Erdbeben der Stärke 7,4 am Montag, 10. August, im Westen Kolumbiens hinterlassen hatte, gelang Rettungskräften und freiwilligen Helfern ein seltener Moment der Hoffnung: Ein Baby wurde lebend aus den Überresten eines eingestürzten Wohngebäudes geborgen. Bilder und Videos der Rettungsaktion kursieren seither in sozialen Netzwerken.
Das Epizentrum des Bebens lag in der Nähe von San José del Palmar im Departamento Chocó. Besonders schwer betroffen waren Cali, Pereira, Manizales und Quibdó. Nach Angaben von Reuters kamen mindestens 254 Menschen ums Leben – allein in Pereira wurden 101 Todesopfer gezählt, in Cali 95. Tausende verloren ihr Zuhause, zahlreiche Wohn-, Schul- und Gesundheitsgebäude wurden zerstört oder massiv beschädigt.
Baby aus Trümmern
Einer der Helfer schilderte, wie sich die Rettung ereignete: Er habe sich etwa eineinhalb Häuserblocks entfernt aufgehalten, als er den Einsturz des Gebäudes wahrnahm. Er eilte zur Unglücksstelle und rief in die Trümmer, um mögliche Überlebende ausfindig zu machen.
Aus dem Schutt meldete sich schließlich ein Mann zu Wort – er gab an, gemeinsam mit einem Baby eingeschlossen zu sein. Sofort begannen mehrere Personen, die Trümmerteile mit bloßen Händen beiseitezuräumen. Nachdem das Kind geortet worden war, gelang es, es vorsichtig zu bergen und an die Einsatzkräfte zu übergeben.
🚨Colombia rescuers DIG OUT MONTHS-OLD BABY from BUILDING RUBBLE after 7.4 earthquake
📍An 18-day-old baby was rescued from the rubble of a building. #Colombia #Earthquake https://t.co/Xt5WDuaM5Epic.twitter.com/koQnJVsBRv
▪️More than 100 people are dead & there is widespread…— ⚡️🌎 World News 🌐⚡️ (@ferozwala) August 10, 2026
Das gerettete Baby und der Vater wurden nach der Rettung in ein Krankenhaus gebracht und befanden sich laut Berichten in stabilem Zustand.
Anhaltende Suche
Die Rettungsarbeiten dauern an. Mehr als 100 Nachbeben wurden bislang registriert, während Helfer und Einsatzkräfte weiterhin systematisch die Trümmer absuchen.
Immer wieder stoßen sie dabei auf Überlebende.