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Periodenarmut

27.000 Gutscheine monatlich – Wien kämpft gegen Periodenarmut

27.000 Gutscheine monatlich – Wien kämpft gegen Periodenarmut
Foto: iStock
2 Min. Lesezeit |

Periodenarmut betrifft tausende Frauen und Mädchen in Wien – die Stadt zieht nun die nächste Konsequenz daraus.

Wien weitet ab April sein Programm zur kostenlosen Versorgung bedürftiger Frauen und Mädchen mit Periodenartikeln aus. Über Gutscheinhefte, die an rund 400 sozialen Einrichtungen in Wien bezogen werden können, ist es künftig möglich, einmal monatlich eine sogenannte „Rote Box“ in jeder Wiener Bipa-Filiale abzuholen. Neu ist, dass das gesamte BI COMFORT Bindensortiment von Bipa in das Angebot aufgenommen wird, wie die Stadt Wien am Mittwochvormittag mitteilte.

Um die Box zu erhalten, genügt es, das Gutscheinheft an der Kassa vorzuzeigen. Die Gutscheine gelten jeweils für ein Quartal und sind unter anderem in Sozialmärkten, Jugendzentren, den Frauengesundheitszentren FEM und FEM Süd sowie der Beratungsstelle First Love erhältlich. Seit dem Start des Projekts im Herbst 2023 wurde das Netzwerk der ausgebenden Stellen kontinuierlich erweitert. Monatlich werden laut Stadt rund 27.000 Gutscheine ausgegeben.

Periodenarmut bekämpfen

Hintergrund der Initiative ist die Situation jener Menschen, die sich Periodenprodukte finanziell nicht leisten können. Wie die Stadt Wien erläuterte, greifen viele Betroffene in solchen Fällen auf „ungesunde und unhygienische Alternativen wie zu WC-Papier, Stoffresten oder Plastiksäcken“ zurück. Vizebürgermeisterin und Frauenstadträtin Kathrin Gaal (SPÖ) betonte die Bedeutung des Projekts: „Eine entsprechende Monatshygiene ist für Mädchen und Frauen ein Grundbedürfnis und sollte eine Selbstverständlichkeit sein. Durch die Ausweitung der Roten Box wird garantiert, dass jedes Mädchen und jede Frau auf die Hygieneartikel zurückgreifen kann, die für sie am besten sind.“

Bipa-Geschäftsführer Markus Geyer ergänzte: „Periodenarmut ist ein reales Problem – auch in Wien. Für uns als Unternehmen ist es selbständig, hier Verantwortung zu übernehmen.“

Aufklärung & Workshops

Darüber hinaus finanziert Bipa im Rahmen der gemeinsamen Initiative mit der Stadt Wien Aufklärungsworkshops, die vom Frauengesundheitszentrum FEM Süd durchgeführt werden. Ziel ist es, Mädchen und Frauen über den Menstruationszyklus, verschiedene Produkte sowie die gesellschaftlichen Dimensionen des Themas zu informieren und bestehende Tabus abzubauen.

Bipa-Geschäftsführerin Daniela Reumann dazu: „Menstruation ist etwas völlig Natürliches – aber in vielen Kreisen wird noch immer geflüstert, wenn das Thema aufkommt. Das wollen wir ändern. Offenheit beginnt mit Wissen.“

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KO KOSMO-Redaktion
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