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27 Jahre Dayton

27 Jahre seit dem Dayton-Abkommen: Der Tag, an dem der Krieg endete 

(FOTO: Wikimedia Commons/The Central Intelligence Agency)

Morgen jährt sich zum 27. Mal die Paraphierung des Rahmenabkommens für den Frieden in Bosnien und Herzegowina auf der amerikanischen Wright-Peterson-Basis in Dayton (Ohio), die den Krieg in Bosnien und Herzegowina beendete und seine Verfassungs- und Rechtsordnung festlegte. 

Die Unterzeichnung des Friedensvertrags durch den serbischen Präsidenten Slobodan Milošević, den kroatischen Präsidenten Franjo Tuđman und den Vorsitzenden im bosnisch-herzegowinischen Präsidium Alija Izetbegović fand schließlich am 14. Dezember 1995 statt.

Dieses Abkommen schuf die Staatengemeinschaft Bosnien und Herzegowinas, bestehend aus zwei Einheiten, der Republika Srpska und der Föderation BiH. 

Wichtigste Inhalte des Abkommens

  • Bosnien und Herzegowina, welches sich 1992 für unabhängig von Jugoslawien erklärt hatte, bleibt als souveräner und ungeteilter, aber stark dezentralisierter Staat in den international anerkannten Grenzen bestehen.
  • Sarajevo bleibt Hauptstadt von Bosnien und Herzegowina.
  • Bosnien und Herzegowina wird von Kroatien und von der Bundesrepublik Jugoslawien anerkannt.
  • Bosnien und Herzegowina setzt sich aus zwei Entitäten zusammen: der Republika Srpska mit 49 % und der Föderation von Bosnien und Herzegowina mit 51 % des Territoriums.
  • Über die Zugehörigkeit des Distrikts Brcko (etwa 1 % des Territoriums) zu einer der beiden Teilrepubliken sollte erst später entschieden werden.

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