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prähistorisches Erbe

40-Zentimeter-Abdrücke entdeckt: Dino-Sensationsfund in den Alpen (VIDEO)

40-Zentimeter-Abdrücke entdeckt: Dino-Sensationsfund in den Alpen (VIDEO)
FOTO: Screenshot X
2 Min. Lesezeit |

In den italienischen Alpen wurden kürzlich ausgedehnte Dinosaurierspuren entdeckt – ausgerechnet in jener Region, die 2026 Schauplatz der Olympischen Winterspiele sein wird. Die mehr als 200 Millionen Jahre alten Abdrücke kamen im Stelvio Nationalpark zwischen Bormio und Livigno ans Tageslicht, einem Gebiet, das in zwei Jahren Teil des olympischen Winterspektakels sein wird.

Die Fußabdrücke sind bemerkenswert detailliert erhalten und lassen sogar Zehen und Krallen erkennen. Bei einer Pressekonferenz am Dienstag bezeichnete Attilio Fontana, Präsident der Region Lombardei, die Entdeckung als eine der umfangreichsten Dinosaurier-Spurenfunde „in ganz Europa, ja sogar weltweit“. Die über mehrere hundert Meter verlaufenden Abdrücke liefern den Wissenschaftlern wertvolle Einblicke in das Sozialverhalten der prähistorischen Giganten – etwa welche Exemplare gemeinsam wanderten und wo Begegnungen zwischen verschiedenen Tieren stattfanden, erläuterte Fontana.

Sensationeller Fund

Der Naturfotograf Elio Della Ferrera stieß im Jänner als Erster auf die Spuren, die sich an einer nahezu vertikalen Felswand befinden. Einige der Abdrücke erreichen einen Durchmesser von bis zu 40 Zentimetern. Nach seiner Entdeckung kontaktierte Della Ferrera den Paläontologen Cristiano Dal Sasso vom Naturkundemuseum in Mailand, der daraufhin mit weiteren italienischen Fachleuten ein Forschungsteam zusammenstellte, um die Funde wissenschaftlich zu untersuchen. Dal Sasso betonte die außerordentliche Bedeutung der Entdeckung: „Es handelt sich um ein immenses wissenschaftliches Erbe.“

Die nebeneinander verlaufenden Fußspuren belegen laut Dal Sasso eindeutig, dass „sich die Herden synchron bewegten“. Darüber hinaus deuten manche Spurenmuster auf „komplexere Verhaltensweisen“ hin – beispielsweise Formationen, bei denen sich die Tiere kreisförmig angeordnet haben, „möglicherweise zur Verteidigung“, wie der Wissenschaftler ausführte. Die meisten Abdrücke, die derzeit unter einer Schneedecke verborgen liegen, haben eine längliche Form und stammen von zweibeinigen Dinosauriern. Die am besten konservierten Exemplare weisen mindestens vier Zehen auf.

Prähistorische Riesen

Die Fachleute ordnen die Spuren den Prosauropoden zu – pflanzenfressenden Dinosauriern mit charakteristisch langem Hals und verhältnismäßig kleinem Kopf. Diese Urzeitriesen besaßen scharfe Krallen und konnten ausgewachsen eine Länge von bis zu zehn Metern erreichen. Dass die Abdrücke heute an einer fast senkrechten Felswand zu finden sind, erklärt sich durch die geologischen Veränderungen und die Entstehungsgeschichte der Alpen.

Zur Lebenszeit der Dinosaurier präsentierte sich das Gebiet noch als weitläufige Wattlandschaft mit tropischem Klima.