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Gesundheitswarnung

90 Prozent höheres Herzrisiko: So riskant ist diese beliebte Tablette wirklich

90 Prozent höheres Herzrisiko: So riskant ist diese beliebte Tablette wirklich
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2 Min. Lesezeit |

Das vermeintlich harmlose Schlafhormon Melatonin steht unter Verdacht: Eine neue Studie enthüllt erschreckende Zusammenhänge mit Herzproblemen bei regelmäßiger Anwendung.

Schattenseite des Schlafmittels

Schlafprobleme treiben immer mehr Menschen zur Selbstmedikation. Während verschreibungspflichtige Präparate oft als letztes Mittel gelten, greifen viele Betroffene zu vermeintlich milderen Alternativen wie pflanzlichen Präparaten oder Melatonin (körpereigenes Schlafhormon). Letzteres ist ohne Rezept in Apotheken und Drogerien erhältlich und gilt als natürliche Einschlafhilfe.

Was viele Anwender für unbedenklich halten, könnte jedoch ernsthafte gesundheitliche Folgen haben. Medizinische Experten schlagen aufgrund einer aktuellen Forschungsarbeit Alarm – besonders vor dem dauerhaften Konsum von Melatonin. Die auf der Jahrestagung der American Heart Association (US-Herzverband) präsentierten Studienergebnisse deuten auf ein erhöhtes Risiko für Herzversagen oder sogar Todesfälle bei langfristiger Anwendung hin.

Alarmierende Studienergebnisse

Die umfangreiche Untersuchung wertete Gesundheitsdaten von über 130.000 US-amerikanischen Patienten aus. Bei Personen mit regelmäßiger Melatonin-Einnahme stieg das Risiko für Herzinsuffizienz (Herzschwäche) um 90 Prozent. Besorgniserregend auch: 19 Prozent der Melatonin-Konsumenten mussten wegen Herzschwäche stationär behandelt werden – in der Vergleichsgruppe waren es nur sechs Prozent.

„Melatoninpräparate sind möglicherweise nicht so harmlos, wie allgemein angenommen wird. Wenn sich unsere Studie bestätigt, könnte dies Auswirkungen darauf haben, wie Ärzte ihre Patienten über Schlafmittel beraten“, heißt es weiter. Die Forscher seien überrascht, „wie klar sich in unseren Daten eine Verbindung zu schweren Herzproblemen zeigt“. Eine direkte Kausalität müsse aber erst noch bewiesen werden.

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Weitere Nebenwirkungen

Zusätzliche Bedenken äußerte das deutsche Bundesinstitut für Risikobewertung im Jahr 2024. Demnach können selbst geringe Dosen Melatonin unerwünschte Nebenwirkungen wie Schläfrigkeit, Kopfschmerzen, Benommenheit, verminderte Konzentrationsfähigkeit und unsicheren Gang verursachen.

Pflanzliche Schlafhilfen stehen dagegen nicht im Zentrum der aktuellen Warnungen.

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KO KOSMO-Redaktion
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