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Mordkommission

Messerattacke in Psychiatrie: 13-jährige Islamistin sticht Betreuerin nieder

Messerattacke in Psychiatrie: 13-jährige Islamistin sticht Betreuerin nieder
FOTO: iStock/Wirestock
3 Min. Lesezeit |

In einer psychiatrischen Einrichtung in Paderborn kam es am Samstag zu einem schwerwiegenden Zwischenfall. Eine 13-jährige Patientin verletzte eine 24-jährige Betreuerin mit einem spitzen Gegenstand lebensgefährlich. Der Vorfall ereignete sich laut Polizeibericht gegen 11:50 Uhr während einer Kochaktivität in der Klinikküche.

Nach einer Erstversorgung wurde die verletzte Mitarbeiterin in ein Krankenhaus transportiert. Die Ermittlungsbehörden haben inzwischen eine Mordkommission eingerichtet. Da die mutmaßliche Täterin erst 13 Jahre alt und damit strafunmündig ist, kommen rechtliche Maßnahmen wie Untersuchungshaft nicht in Betracht.

Die Situation weist besondere Brisanz auf, da die Jugendliche behördlich als fremdgefährdend eingestuft war und deshalb unter permanenter Beobachtung eines Sicherheitsdienstes stand. Die deutsche Jugendliche befand sich aufgrund eines gerichtlichen Unterbringungsbeschlusses in der Klinik und steht derzeit unter polizeilicher Aufsicht.

Extremistische Hintergründe

Wie BILD im Jänner berichtete, wurde das Mädchen zuvor in einer vom Jugendamt bereitgestellten Unterkunft rund um die Uhr von Polizeikräften überwacht. Der Staatsschutz vermutete damals Vorbereitungen für einen islamistisch motivierten Anschlag durch die Minderjährige. Sicherheitskreise stuften die Hinweise auf ihre extremistische Gesinnung als „konkret“ ein. Ihr mutmaßliches Vorhaben soll die Verletzung oder sogar Tötung von Polizeibeamten umfasst haben.

Die Angaben zu den Staatsschutz-Ermittlungen wurden bestätigt: Die Polizei Bielefeld und die Staatsanwaltschaft Paderborn bekräftigten, dass die 13-Jährige bereits wochenlang unter besonderer Überwachung stand. Nach Medienangaben hatte sie angekündigt, einen Anschlag begehen zu wollen. Die Sicherheitsbehörden betonten, dass für die Allgemeinheit keine Gefahr bestanden habe.

Die 13-Jährige war zunächst in einer Jugendamtsunterkunft untergebracht, aus der sie jedoch flüchtete, was zu ihrer Klinikeinweisung führte. Bei einem Fluchtversuch Ende Jänner soll sie bereits versucht haben, einen Beamten mit einer Glasscheibe anzugreifen. Dank einer elektronischen Fußfessel konnte sie schnell lokalisiert und gefasst werden. Anschließend erfolgte ihre Unterbringung in der LWL-Klinik in Paderborn.

Ungeklärt bleibt, weshalb ihr am Samstag der Zugang zur Klinikküche und offenbar auch zu gefährlichen Gegenständen ermöglicht wurde.

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Sicherheitsmaßnahmen

„Die Überwachung innerhalb der Klinikräume erfolgte durch einen Sicherheitsdienst im Verantwortungsbereich des Klinikträgers“, erläuterte die Polizei in ihrer Stellungnahme vom Samstag. „Für den Fall eines Fluchtversuchs wurden außerhalb der Einrichtung Einsatzkräfte bereitgehalten.“

Nach Informationen der BILD-Zeitung soll sich die 13-Jährige im Internet radikalisiert haben. Sie habe eine schwierige Kindheit durchlebt und ihre Mutter verloren.

Ob der Angriff auf die Betreuungsperson politisch motiviert war, wird derzeit noch untersucht. Der Staatsschutz prüft weiterhin ein mögliches politisches Motiv hinter der Tat. Die Behörden versichern, dass keine Gefährdung für die Allgemeinheit bestehe.

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KO KOSMO-Redaktion
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