Vom Salzburger Nachwuchstalent zum Leistungsträger bei Bayern München – Konrad Laimer dominiert die Wahl zum österreichischen Fußballer des Jahres mit überwältigender Mehrheit.
Konrad Laimer wurde erstmals zum „Fußballer des Jahres“ in Österreich gekürt. Mit beeindruckenden 51 Punkten ließ der Allrounder die Konkurrenz deutlich hinter sich – Baumgartner (Leipzig) folgte mit 16 Zählern, Arnautovic (Roter Stern Belgrad) mit 15 und Kiteishvili (Sturm Graz) mit 10 Punkten auf den weiteren Plätzen. Bemerkenswert: Zehn der zwölf Bundesliga-Trainer setzten den 28-Jährigen auf die Spitzenposition ihrer Wertung.
Der Salzburger hat sich sowohl beim deutschen Rekordmeister FC Bayern als auch im österreichischen Nationalteam als unverzichtbarer Leistungsträger etabliert. In der abgelaufenen Saison sicherte er sich mit den Münchnern die Meisterschaft und den Supercup, während er mit dem ÖFB-Team die Qualifikation für die WM 2026 in Nordamerika perfekt machte. Sein Trophäenschrank ist bereits gut gefüllt – dreimal holte er das Double mit Red Bull Salzburg (2015, 2016, 2017) und zweimal den DFB-Pokal mit RB Leipzig (2022, 2023).
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Während er zu Beginn seiner Profikarriere fast ausschließlich im zentralen Mittelfeld agierte, hat sich Laimer in der vergangenen Spielzeit zunehmend als Außenverteidiger etabliert – eine Position, die er mittlerweile auch im Nationalteam bekleidet, sofern Xaver Schlager zur Verfügung steht.
Laimers Karriereweg
Was den Familienvater einer einjährigen Tochter besonders auszeichnet, ist seine außergewöhnliche Physis. In jedem Spiel spult der verheiratete Profi unermüdlich Kilometer ab, absolviert zahllose Sprints und hat sich als äußerst unangenehmer Gegenspieler einen Namen gemacht, an dem sich schon so mancher Offensivstar die Zähne ausgebissen hat.
Seine Karriere begann bereits im Alter von zehn Jahren bei Red Bull Salzburg, wo er sämtliche Nachwuchsabteilungen durchlief und sich frühzeitig im Profikader festspielte. 2017 folgte dann der von Ralf Rangnick, damaliger Red-Bull-Sportchef, initiierte Wechsel zu RB Leipzig für eine Ablösesumme von fünf Millionen Euro.
Nach insgesamt 16 Jahren im Red-Bull-Kosmos wagte Laimer 2023 den ablösefreien Schritt zum FC Bayern, wo er mit seiner bodenständigen Art und seinem bedingungslosen Einsatz schnell zum Publikumsliebling avancierte. Bei Teamchef Rangnick genießt er schon lange hohes Ansehen – seine Spielweise verkörpert geradezu idealtypisch jenen Fußballer, den der Nationaltrainer für seine Spielphilosophie benötigt.
Trainerstimmen
Es überrascht daher nicht, dass auch der aktuelle Trainer von Red Bull Salzburg voll des Lobes ist. „Er hat sich bei einem der besten Clubs der Welt durchgesetzt und spielt dort schon seit längerem konstant auf hohem Niveau“, betonte Thomas Letsch. Eine Einschätzung, der sich unter anderem Sturm-Graz-Coach Jürgen Säumel anschloss: „Er ist ein universell einsetzbarer Spieler, der mehrere Positionen auf höchstem Niveau spielen kann, deutscher Meister mit dem FC Bayern wurde und im österreichischen Nationalteam immer seine Leistung bringt.“
Auch LASK-Trainer Dietmar Kühbauer sparte nicht mit Anerkennung: „Er ist ein universell einsetzbarer Spieler, der mehrere Positionen auf höchstem Niveau spielen kann“, deutscher Meister mit dem FC Bayern wurde und im österreichischen Nationalteam immer seine Leistung bringt.“ Hartbergs Manfred Schmid begründete seine Wahl „aufgrund seines Charakters, seiner Einstellung, seiner gezeigten Leistungen beim FC Bayern, aber auch im ÖFB-Nationalteam“ und lag damit auf einer Wellenlänge mit Altachs Fabio Ingolitsch.
Philipp Semlic, Trainer der WSG Tirol, hob hervor, dass Österreichs Fußballer des Jahres „bei einem der besten Vereine der Welt Stammspieler ist. Er ist auf verschiedenen Positionen einsetzbar und spielt konstant auf Topniveau.“ Andreas Gahleitner, Interimstrainer von Blau-Weiß Linz, zeigte sich besonders beeindruckt davon, „dass er sich, obwohl er kein ganz junger Spieler mehr ist, in den letzten Jahren auch noch technisch und fußballerisch deutlich verbessert hat“.
GAK-Trainer Ferdinand Feldhofer würdigte vor allem Laimers physische Präsenz und mentale Stärke: „Er ist ein Arbeitstier, ein Spieler, der auf jeder Position und in jeder Matchphase 100 Prozent gibt und nie müde wird.“ In dieselbe Kerbe schlug WAC-Coach Ismail Atalan: „Er zeigt in jedem Spiel durch die Einstellung und Intensität, die er auf den Platz bringt, seine Hilfsbereitschaft für die Mannschaft.
Außerdem imponiert mir sein unbedingter Wille, sich durchzusetzen.“ Lediglich bei Austrias Stephan Helm schaffte es Laimer nicht unter die Top drei, während Rapids Stefan Kulovits den Salzburger auf den dritten Rang setzte.