Iran-Krieg, Ölpreise, Russland-Sanktionen – und mittendrin ein Angebot aus Kyjiw, das Trump brüsk zurückwies.
Trump rechtfertigte gestern gegenüber dem Sender NBC News seine Entscheidung, im Zuge des Iran-Krieges bestimmte Sanktionen seiner Regierung gegen Russland vorübergehend zu lockern. Auf die Frage, was ihn dazu bewogen habe, angesichts der gestiegenen Energiepreise Kaufbeschränkungen aufzuheben, antwortete er: „Ich will Öl für die Welt haben.“ Das erklärte Ziel sei eine Verbesserung des Angebots auf dem Weltmarkt, nachdem die Ölpreise infolge des Krieges gegen den Iran deutlich in die Höhe geschnellt waren.
Die entsprechende Ausnahmeregelung von den US-Sanktionen ist befristet und gilt bis zum 11. April. Die Lockerung wurde für 30 Tage gewährt, um den Kauf russischen Öls zu erlauben und das Angebot auf dem Weltmarkt zu erhöhen. Die Sanktionen gegen Russland waren ursprünglich als Reaktion auf die russische Invasion der Ukraine verhängt worden – ein beispielloser Schritt zur Unterstützung des ukrainischen Abwehrkampfes, der nun seit mehr als vier Jahren andauert. Vor wenigen Tagen gab US-Finanzminister Scott Bessent bekannt, dass russisches Öl, das sich bereits auf Schiffen befindet, vorerst wieder straffrei gehandelt werden darf.
Trumps Absage an Selenskyj
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte den US-Streitkräften und deren Verbündeten im Nahen Osten Anfang März seine Unterstützung beim Abfangen iranischer Drohnen angeboten – mit dem Argument, die Ukraine habe in vier Kriegsjahren umfangreiche Erfahrung auf diesem Gebiet gesammelt. Trump wies das Angebot unmissverständlich zurück: „Wir brauchen keine Hilfe.“ Und: „Der Letzte, von dem wir Hilfe brauchen, ist Selenskyj.“
Russische Drohnen im Iran
Selenskyj seinerseits erhob schwere Vorwürfe gegen Russland: Moskau liefere dem Iran Kampfdrohnen des Typs Schahed, die gegen die USA und Israel eingesetzt würden. In einem Interviewausschnitt, den der Sender CNN gestern ausstrahlte, bezeichnete Selenskyj es als „hundertprozentige Tatsache“, dass der Iran vom russischen Militär produzierte „Schaheds“ für Angriffe auf US-Stützpunkte verwendet habe.