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Nahost-Krieg

Trump greift iranische Ölinsel an – Ölpreis explodiert auf 103 Dollar

Trump greift iranische Ölinsel an – Ölpreis explodiert auf 103 Dollar
FOTO: EPA/ABEDIN TAHERKENAREH
3 Min. Lesezeit |

Nach dem US-Angriff auf die iranische Ölexportinsel Charg ist offenbar am Samstag ein bedeutender Ölhafen in den Vereinigten Arabischen Emiraten ins Visier genommen worden. Über dem Hafen waren dichte schwarze Rauchschwaden zu beobachten. Bereits zuvor hatte die Iranische Revolutionsgarde mit Angriffen auf US-Ziele in den VAE gedroht.

Vorausgegangen war ein US-Angriff auf die für den Iran strategisch bedeutende Insel Charg, über die das Land 90 Prozent seines Rohöls exportiert. US-Präsident Donald Trump erklärte, die USA hätten „jedes militärische Ziel“ auf der Insel angegriffen. Die Ölinfrastruktur sei „aus Gründen des Anstands“ nicht zerstört worden, so Trump – er werde dies jedoch „sofort überdenken“, sollte der Iran oder eine andere Partei die freie Durchfahrt durch die Straße von Hormus behindern.

Das für den Nahen Osten zuständige US-Regionalkommando Centcom teilte mit, mehr als 90 militärische Ziele seien erfolgreich angegriffen worden, die Ölinfrastruktur dabei unberührt geblieben. Zerstört wurden laut Centcom unter anderem Lager für Seeminen, Raketenbunker sowie zahlreiche weitere militärische Einrichtungen.

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Angriffe auf VAE

Ein Sprecher der Kommandozentrale der Revolutionsgarden erklärte, der Iran betrachte es als sein „legitimes Recht“, Abschussstellen von US-Raketen in Häfen und Docks der Emirate anzugreifen. Die Bevölkerung der Emirate wurde aufgerufen, sich von diesen Orten fernzuhalten, um zivile Opfer zu vermeiden. Ins Visier genommen werde auch US-Militärpersonal in Städten.

Von den Golfstaaten sind die Emirate im Iran-Krieg am stärksten betroffen. Über Fudschaira, einer Hafenstadt am Golf von Oman, stiegen schwarze Rauchwolken auf. Die Behörden teilten mit, Trümmerteile einer abgeschossenen Drohne hätten einen Brand verursacht – Opfer habe es nicht gegeben.

Ein Sprecher der iranischen Streitkräfte warnte, dass im Falle eines Angriffs auf die Öl-, Wirtschafts- oder Energieinfrastruktur des Landes „alle entsprechenden US-Einrichtungen in der Region zerstört werden“. Die „gesamte regionale Öl- und Gasinfrastruktur, an der die Vereinigten Staaten und ihre Verbündeten ein Interesse haben“, werde in dem Fall „in Brand gesteckt und zerstört“.

Das Pentagon schickt Medienberichten zufolge weitere Kriegsschiffe und Marineinfanteristen in den Nahen Osten. Die bereits in der Region stationierten US-Streitkräfte erhielten Verstärkung durch Tausende Infanteristen, mehrere Kriegsschiffe und Kampfflugzeuge. Die Infanteristen wären dem Bericht zufolge in der Lage, auch Bodeneinsätze durchzuführen.

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Regionale Eskalation

Am Samstag wurde die US-Botschaft in Bagdad bei einem Angriff getroffen, wie zwei Sicherheitsvertreter bestätigten. Es war bereits das zweite Mal seit dem Beginn des Konflikts am 28. Februar 2026, dass die Botschaft zum Ziel wurde. Damals hatten die USA und Israel gemeinsam Luftangriffe gegen den Iran gestartet. Die Attacke erfolgte kurz nach Angriffen in Bagdad, bei denen zwei Kämpfer einer proiranischen Gruppe getötet wurden.

In Doha wurden angesichts der anhaltenden iranischen Angriffe „mehrere wichtige Gebiete evakuiert, um die öffentliche Sicherheit zu gewährleisten“, erklärte das katarische Innenministerium. Der Iran griff zudem Israel mit ballistischen Raketen an – nach Angaben des israelischen Rettungsdienstes wurde dabei ersten Erkenntnissen zufolge niemand verletzt.

Im Südlibanon kamen bei einem israelischen Angriff auf ein Gesundheitszentrum nach Angaben des Gesundheitsministeriums mindestens zwölf medizinische Mitarbeiter ums Leben. Die Suche nach Vermissten dauert an, die Zahl der Todesopfer könnte noch steigen.

Trotz der gelockerten Sanktionen für russisches Erdöl verharren die Ölpreise auf dem höchsten Stand seit Jahren. Samstagfrüh kostete ein Barrel der Nordsee-Sorte Brent zur Lieferung im Mai rund 103 US-Dollar.

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KO KOSMO-Redaktion
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