20 Kilometer Geisterfahrt auf der S6 – und der Fahrer bemerkte es angeblich nicht einmal.
Auf der S6 war in der Nacht auf Samstag ein 51-jähriger Rumäne rund 20 Kilometer lang in die falsche Fahrtrichtung unterwegs, bevor ihn die Autobahnpolizei stoppen konnte – ohne dass es dabei zu einem Unfall kam. Dem Fahrer dürfte gegen 1.30 Uhr beim Tunnel Steinhaus die falsche Auffahrt unterlaufen sein. Erst im Gemeindegebiet von Loipersbach im Bezirk Neunkirchen gelang es den Beamten, den Pkw anzuhalten.
Kein Alkotest-Befund
Ein durchgeführter Alkotest verlief negativ, und auch sonst stellten die Beamten der Autobahnpolizei keine Anzeichen einer Beeinträchtigung fest. Gegenüber den Einsatzkräften gab der Mann an, nicht gewusst zu haben, dass er in der falschen Richtung fuhr.
Geisterfahrten sind auf österreichischen Autobahnen kein seltenes Phänomen: Im Jahr 2019 gab es laut Ö3-Verkehrsredaktion 417 Geisterfahrerwarnungen auf heimischen Autobahnen. Acht Unfälle waren in diesem Jahr auf Geisterfahrer zurückzuführen.
Auf Anordnung der Bezirkshauptmannschaft Neunkirchen wurde eine Sicherheitsleistung von 2.000 Euro eingehoben.