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Missbrauchsfall

Missbrauch im Pflegeheim: Familie erst zwei Tage später informiert

Missbrauch im Pflegeheim: Familie erst zwei Tage später informiert
FOTO: iStock/Reinhard Krull
2 Min. Lesezeit |

In einer Pflegeeinrichtung im Bezirk Steyr-Land soll Ende März eine 21-jährige Bewohnerin von einem Mitbewohner sexuell missbraucht worden sein. Die Polizei bestätigte gegenüber der APA, dass Ermittlungen eingeleitet und ein Betretungs- sowie Annäherungsverbot gegen den mutmaßlichen Täter ausgesprochen wurden. Zu weiteren Details wollten die Behörden keine Stellung nehmen.

Laut einem Bericht der „Krone“ hatte sich die geistig beeinträchtigte junge Frau einen Tag nach dem nächtlichen Übergriff einer Pädagogin anvertraut – dies geht auf Angaben ihrer Großmutter und Erwachsenenvertreterin zurück.

Reaktion des Betreibers

Der Betreiber der oberösterreichischen Einrichtung schilderte der Zeitung die daraufhin ergriffenen Maßnahmen: „Ihr wurde gezeigt, wie sie ihre Zimmertür versperren kann, und sie erhielt einen Notfallknopf, um bei Bedarf jederzeit den Nachtdienst zu kontaktieren.“ Die Großmutter zeigte sich hingegen verärgert darüber, dass sie von dem Vorfall erst zwei Tage später in Kenntnis gesetzt worden sei. Auf Empfehlung der Polizei habe sie ihre Enkelin ins Krankenhaus gebracht – dort sei jedoch keine Untersuchung durchgeführt worden.

Krankenhaus-Stellungnahme

Die OÖ Gesundheitsholding nahm gegenüber der „Krone“ dazu wie folgt Stellung: „Die Behandlung und Versorgung von Patienten, welche durch Gewaltdelikte traumatisiert sind, erfolgt völlig standardisiert. Zunächst wird in einem langen Gespräch in adäquater Sprache die Notwendigkeit zur Untersuchung besprochen und bei allfälliger Ablehnung solcher Untersuchungen durch den Patienten nicht oder nicht in vollem Ausmaß durchgeführt.“

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KO KOSMO-Redaktion
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