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Epstein-Affäre

Tief gefallen, rausgeworfen – jetzt ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen Andrew

Tief gefallen, rausgeworfen – jetzt ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen Andrew
Foto: epa/ADAM VAUGHAN
2 Min. Lesezeit |

Zwei prominente Namen, ein toter Sexualstraftäter – und nun schaltet sich die britische Staatsanwaltschaft ein.

Die britische Staatsanwaltschaft schaltet sich nun aktiv in die Ermittlungen gegen Prinz Andrew (66) und Lord Peter Mandelson (72) ein. Beide wurden zu Jahresbeginn festgenommen und befinden sich derzeit auf freiem Fuß, während die Untersuchungen andauern. Der Crown Prosecution Service (CPS, britische Staatsanwaltschaft) berät inzwischen sowohl die Metropolitan Police als auch die Thames Valley Police im Zuge der laufenden Ermittlungen. Ein Sprecher des CPS bestätigte laut einem Bericht des Mirror die Beratungstätigkeit gegenüber den Behörden.

Epstein-Verbindungen

Im Kern der Ermittlungen steht der Verdacht des Amtsmissbrauchs im Zusammenhang mit dem verstorbenen verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein. Epstein wurde am 30. Juni 2008 rechtskräftig wegen Anwerbung zur Prostitution zu 18 Monaten Haft verurteilt. Mandelson soll während seiner Zeit als Wirtschaftsminister vertrauliche Informationen an Epstein weitergegeben haben. Das US-Justizministerium veröffentlichte im Jänner Millionen Seiten an Dokumenten, darunter E-Mails aus dem Jahr 2009, die belegen sollen, dass Mandelson Epstein politische Einschätzungen und Überlegungen zu einer Steuer auf Banker-Boni zukommen ließ – obwohl dieser zu diesem Zeitpunkt bereits rechtskräftig verurteilt war. Im vergangenen September verlor Mandelson schließlich seinen Posten als britischer Botschafter in den USA.

Royals unter Druck

Prinz Andrew wiederum musste sein Anwesen in der Royal Lodge in Windsor auf Anweisung von König Charles III. (77) endgültig verlassen. Andrew wird wegen des Verdachts auf Amtsmissbrauch festgenommen, da er als Sonderbeauftragter für Handel zwischen 2001 und 2011 vertrauliche Informationen an Epstein weitergegeben haben soll. Möbel und persönliche Gegenstände wurden in Container verladen, ein Teil davon soll vor Ort verbrannt worden sein. Ungeachtet der laufenden Ermittlungen werden Charles und Königin Camilla (78) ihre geplante Staatsreise in die USA Ende April planmäßig antreten, um den 250. Jahrestag der amerikanischen Unabhängigkeit zu begehen.

Ein Treffen mit Opfern Epsteins ist während der laufenden Ermittlungen jedoch nicht vorgesehen.

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KO KOSMO-Redaktion
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