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Milliardenbetrug

Meistgesuchte Frau der Welt tot? – 4,5 Milliarden Dollar Betrug

Meistgesuchte Frau der Welt tot? – 4,5 Milliarden Dollar Betrug
Foto: Screenshot fbi.gov
2 Min. Lesezeit |

Milliardenbetrug, Organisierte Kriminalität, spurlos verschwunden – die Geschichte der „Krypto-Königin“ hat ein Ende, das niemand vorhersah.

Ruza Ignjatova, 46, gilt nach wie vor als die meistgesuchte Frau der Welt. Das FBI hat die bulgarische Staatsbürgerin, die unter dem Beinamen „Krypto-Königin“ bekannt wurde, auf seiner Liste der zehn meistgesuchten Flüchtigen geführt. Der Vorwurf: Mit ihrer gefälschten Kryptowährung OneCoin soll sie rund drei Millionen Anleger um insgesamt 4,5 Milliarden US-Dollar geprellt haben.

Was Ignjatova – vielen bekannt als Dr. Ruza – ihren Opfern als revolutionäre Geldanlage verkaufte, war in Wirklichkeit ein raffiniert konstruierter Schneeballbetrug. Anders als echte Kryptowährungen wie Bitcoin besaß OneCoin keinerlei Blockchain-Grundlage – die digitale Infrastruktur, die legitimen Währungen dieser Art erst ihren Wert verleiht, fehlte schlicht und einfach.

Aufstieg der Betrügerin

Ignjatova wurde in Bulgarien geboren, zog im Alter von zehn Jahren mit ihrer Familie nach Deutschland und schloss später ihr Studium in Oxford ab. Vor dem OneCoin-Schwindel hatte sie eine durchaus respektable Karriere im Finanzwesen vorzuweisen. Ab 2014 nutzte sie diesen Ruf gezielt, um weltweit Millionen von Menschen für ihr Projekt zu gewinnen – mit dem Versprechen, jene astronomischen Gewinne zu übertreffen, die frühe Bitcoin-Investoren einst eingefahren hatten.

Spurlos verschwunden

Seit 2017 ist Ignjatova spurlos verschwunden. Ruja Ignatova wurde zuletzt am 25. Oktober 2017 am Flughafen Athen gesichtet. Nach einer fünfjährigen Recherche deckte die BBC auf, dass sie enge Verbindungen zu einem Mann unterhielt, der als führende Figur der bulgarischen Organisierten Kriminalität gilt. Im Zuge dieser Ermittlungen tauchte auch ein düsterer Verdacht auf: Demnach soll Ignjatova auf einer Jacht getötet, ihre Leiche zerstückelt und ins Ionische Meer geworfen worden sein.

Gleichzeitig kursieren in den Medien hartnäckig gegenteilige Gerüchte. Zuletzt soll sie angeblich unter den Wohlhabenden Kapstadts gesichtet worden sein, andere Berichte verorten sie in Neuseeland. Eingeweihte Kreise wiederum behaupten, sie halte sich in Russland auf – gut geschützt vor jedem internationalen Fahndungszugriff.

Gesicherte Erkenntnisse über ihren Verbleib gibt es bis heute nicht.

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KO KOSMO-Redaktion
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