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Gehälter: Österreich schlägt Deutschland – und fast 19.000 Euro über EU-Schnitt

Gehälter: Österreich schlägt Deutschland – und fast 19.000 Euro über EU-Schnitt
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2 Min. Lesezeit |

Österreich liegt beim Durchschnittsgehalt weit über dem EU-Schnitt – doch hinter den Zahlen steckt mehr als ein simpler Vergleich.

Österreich zählt nach wie vor zu den Spitzenreitern in der europäischen Gehaltsskala. Laut aktuellen Daten der europäischen Statistik liegt das durchschnittliche Bruttojahresgehalt vollzeitbeschäftigter Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer hierzulande bei rund 58.600 Euro – ein Wert, der den EU-weiten Schnitt von knapp 40.000 Euro um fast 19.000 Euro übertrifft.

Nur eine Handvoll Länder kann höhere Durchschnittslöhne vorweisen. Luxemburg führt die Rangliste mit nahezu 83.000 Euro jährlich an, dahinter folgen Dänemark, Irland und Belgien. Österreich belegt damit den fünften Platz innerhalb der Union – und lässt dabei auch Deutschland hinter sich, wo das Durchschnittsgehalt bei rund 53.700 Euro liegt.

West-Ost-Gefälle

Das Gefälle zwischen West- und Osteuropa bleibt dabei erheblich. Finnland, Schweden und Frankreich ordnen sich zwar im oberen Mittelfeld ein, liegen aber dennoch unter dem österreichischen Niveau. Spanien und Italien verzeichnen Durchschnittslöhne, die rund ein Drittel niedriger ausfallen, während die Unterschiede in Osteuropa noch deutlich ausgeprägter sind. Die niedrigsten Gehälter innerhalb der EU werden in Bulgarien, Ungarn und Griechenland gemessen – Länder, in denen die Einkommen um ein Vielfaches unter dem hiesigen Niveau liegen.

Seit 2020 sind die Gehälter in Österreich spürbar gestiegen: Im Schnitt legten sie um mehr als 12.000 Euro zu, was einem Zuwachs von rund 26 Prozent entspricht. Damit übertrifft das Land das durchschnittliche Lohnwachstum der gesamten EU, das im selben Zeitraum bei etwa 22 Prozent lag.

Zwar verzeichnen auch einige osteuropäische Staaten wie Rumänien, Bulgarien und Polen beachtliche prozentuale Zuwächse – doch da das Ausgangsniveau dort deutlich niedriger war, schließt sich die Lücke zu den westeuropäischen Ländern langsamer, als die Wachstumszahlen auf den ersten Blick vermuten lassen.

Strukturelle Herausforderungen

Trotz der vergleichsweise hohen Löhne steht Österreich vor strukturellen Herausforderungen: Hohe Lebenshaltungskosten und eine erhebliche Steuerbelastung schmälern die tatsächliche Kaufkraft der Bevölkerung spürbar. Wie hoch der reale Lebensstandard letztlich ausfällt, hängt nicht allein vom nominalen Einkommen ab – Inflation und Wohnkosten spielen dabei eine ebenso gewichtige Rolle.

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KO KOSMO-Redaktion
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