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Mietexplosion

Wien wird zur Luxus-Falle: 2.000 Euro für Mini-Wohnung

Wien wird zur Luxus-Falle: 2.000 Euro für Mini-Wohnung
(Symbolbild FOTO: iStock)
2 Min. Lesezeit |

Wien, 4. Bezirk: 39 Quadratmeter, keine Küche, kein Möbel – dafür fast 2.000 Euro Miete im Monat.

Seit Jahren klettern die Mieten in österreichischen Städten nach oben – und das Lohnniveau hält mit dieser Entwicklung häufig nicht Schritt. Für viele Haushalte bedeutet das: Abstriche bei anderen Ausgaben, nur um die eigene Wohnung halten zu können. Besonders in Wien hat sich die Lage zugespitzt. Für Singles oder Menschen, die neu in die Stadt kommen, gleicht die Wohnungssuche einem kaum lösbaren Problem.

Wiener Extrembeispiel

Ein konkretes Inserat aus Wien-Wieden verdeutlicht, wohin sich der Markt bewegt: Für eine Wohnung mit knapp 40 Quadratmetern – genauer gesagt 39,73 – werden monatlich 1.953 Euro fällig. Das Objekt befindet sich in einem sanierten Altbau, der einst als Hutfabrik genutzt wurde, und wird als hochwertiger Erstbezug angeboten. Zur Ausstattung zählen eine großzügige Terrasse sowie eine Klimaanlage. Der Quadratmeterpreis liegt damit bei rund 50 Euro.

Vermietet wird die Wohnung ohne Kücheneinrichtung und ohne Möbel – wer dort einzieht, muss also zunächst zusätzliche Investitionen tätigen, bevor der Alltag beginnen kann. Auch ein Stellplatz in der Garage ist nicht im Mietpreis enthalten, sondern wird separat berechnet. Die Verkehrsanbindung ist zwar als Pluspunkt zu werten – dennoch zeigt dieses Angebot, dass Preise auf diesem Niveau längst nicht mehr nur in absoluten Premiumlagen auftauchen.

Preise im Vergleich

Zum Vergleich: Für eine vergleichbar große Wohnung mit rund 40 Quadratmetern zahlen Mieter in Wien im Durchschnitt häufig zwischen 600 und 900 Euro netto – abhängig von Zustand und Lage. Selbst in begehrten Bezirken bleiben viele Angebote noch deutlich unter der 1.500-Euro-Schwelle. Quadratmeterpreise in dieser Größenordnung waren bislang vor allem rund um den Stephansplatz oder in den teuersten Ecken von Wien-Innere Stadt üblich – nicht in Lagen wie jener rund um den Wiener Hauptbahnhof.

Die Preisniveaus, die früher exklusiven Toplagen vorbehalten waren, greifen am Wiener Wohnungsmarkt inzwischen auch auf Gegenden über, in denen derartige Forderungen lange undenkbar gewesen wären.

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KO KOSMO-Redaktion
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