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Verkehrschaos

Urlaubsreise als Geduldsprobe – Lange Kolonnen an zehn BiH-Grenzen

Urlaubsreise als Geduldsprobe – Lange Kolonnen an zehn BiH-Grenzen
(Foto: Pexels)
4 Min. Lesezeit |

Der starke Urlaubsverkehr sorgt am Dienstag für erhebliche Verzögerungen an mehreren Grenzen Bosnien und Herzegowinas. An zehn Übergängen werden derzeit lange Fahrzeugkolonnen gemeldet – an drei davon sogar in beide Fahrtrichtungen. Zusätzlich sorgen Baustellen, eine gesperrte Grenzbrücke und das neue EU-Einreisesystem für Behinderungen.

Wer am Dienstag, dem 11. August, durch Bosnien und Herzegowina Richtung Kroatien, Montenegro oder weiter nach Westeuropa unterwegs ist, sollte deutlich mehr Zeit einplanen. Die detaillierte Grenzübersicht des bosnisch-herzegowinischen Automobilclubs BIHAMK weist mit Stand 14:00 Uhr insgesamt zehn Grenzübergänge mit langen Kolonnen aus.

Besonders angespannt ist die Situation derzeit an den Übergängen Izačić, Deleuša und Hum. Dort meldet BIHAMK lange Fahrzeugkolonnen in beide Fahrtrichtungen.

Hier staut es sich bei der Ausreise

An sieben weiteren Grenzübergängen bilden sich aktuell lange Kolonnen bei der Ausreise aus Bosnien und Herzegowina. Betroffen sind:

Velika Kladuša, Zupci, Ivanica, Gorica, Kamensko, Osoje und Orašje.

Bei der Einreise nach Bosnien und Herzegowina liegen die Wartezeiten an diesen Übergängen laut der detaillierten BIHAMK-Übersicht derzeit bei höchstens 30 Minuten.

Damit hat sich die Situation innerhalb weniger Stunden erneut verändert. Vor allem Orašje ist mittlerweile deutlich stärker belastet, während etwa Neum I aktuell nicht mehr zu den Übergängen mit langen Kolonnen zählt. Dort werden derzeit Wartezeiten von höchstens 30 Minuten angegeben. Auch in Bijača, Doljani, Gabela Polje, Svilaj und Brod liegen die Wartezeiten nach aktuellem BIHAMK-Stand bei maximal 30 Minuten.

Wichtig für Reisende über Gradiška

Eine Besonderheit gibt es derzeit an der wichtigen Verbindung zwischen Kroatien und Bosnien und Herzegowina bei Gradiška.

Die bisherige Verbindung zwischen Stara Gradiška auf kroatischer Seite und Gradiška in Bosnien und Herzegowina ist wegen einer beschädigten Brücke in beide Richtungen für den Verkehr gesperrt. Der Verkehr läuft stattdessen über den neuen Grenzübergang Gornji Varoš–Gradiška, der seit dem 19. Mai geöffnet ist. HAK bestätigte diese Regelung am Dienstag um 14:12 Uhr erneut.

Am neuen Übergang Gradiška/Gornji Varoš meldet BIHAMK derzeit Wartezeiten für Pkw von höchstens 30 Minuten.

Neues EU-System kann Wartezeiten zusätzlich verlängern

Zusätzliche Verzögerungen können durch das neue Entry/Exit System (EES) der Europäischen Union entstehen. BIHAMK weist ausdrücklich darauf hin, dass die Registrierung von Reisenden über das neue System zu längeren Aufenthalten an den Grenzübergängen führen kann.

Betroffen sind insbesondere Drittstaatsangehörige, die den EES-Verfahren unterliegen. Beim ersten entsprechenden Grenzübertritt werden unter anderem biometrische Daten registriert. EU-Bürger sind von diesen EES-Biometrieverfahren nicht betroffen.

Die bosnisch-herzegowinische Grenzpolizei weist außerdem darauf hin, dass nicht alle kleineren, vorübergehend für internationalen Verkehr geöffneten Übergänge technisch für EES-Abfertigungen ausgestattet sind. Reisende sollten deshalb insbesondere vor der Nutzung kleinerer Ausweichübergänge prüfen, ob sie diese aufgrund ihres Aufenthalts- und Staatsbürgerschaftsstatus tatsächlich benutzen können.

Baustellen bremsen zusätzlich

Auch im Landesinneren müssen Reisende derzeit mit mehreren größeren Verkehrsbehinderungen rechnen.

Wegen des Weiterbaus der Autobahn-Untersektion Nemila–Vranduk ist der Abschnitt Golubinja–Nemila gesperrt. Der Verkehr wird über die Magistralstraße M-17 umgeleitet.

Auf der Autobahn A1 zwischen Lašva und Kakanj ist wegen Fahrbahnsanierungen ein rund sechs Kilometer langer Abschnitt gesperrt. Der Verkehr wird dort in beiden Richtungen über die jeweils andere Autobahnseite geführt. Auch auf der A1 zwischen Sarajevo zapad und Lepenica bestehen wegen laufender Arbeiten Einschränkungen.

Weitere Behinderungen gibt es auf den Magistralstraßen Dobro Polje–Miljevina, Tuzla–Bijeljina und Jablanica–Blidinje. Dort dürfen derzeit nur Fahrzeuge bis 3,5 Tonnen fahren. Für schwerere Fahrzeuge bleibt der Verkehr gesperrt.

Auf der Strecke Podromanija–Sumbulovac über den Romanija-Pass kommt es wegen Bauarbeiten zu langsamem Verkehr und zeitweisen Unterbrechungen. Zwischen Sarajevo und Lapišnica wird beim Vratnik-Tunnel werktags von 7 bis 16 Uhr nur eine Fahrspur genutzt. Auch auf der Strecke Crna Rijeka–Jajce bei Podmilačje wird der Verkehr wechselweise über eine Spur geführt.

 

 

 

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KO KOSMO-Redaktion
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