Flammen an allen Ecken, dichter Rauch – und kein Feuerwehrauto weit und breit. In Montenegro spitzt sich die Lage dramatisch zu.
Im Gebiet der montenegrinischen Gemeinde Šavnik sind weiterhin Wald- und Vegetationsbrände aktiv. Ein Autofahrer, der am Montag aus Richtung Žabljak unterwegs war, filmte auf seiner Strecke mehrere Brandstellen und dichten Rauch. Die Aufnahmen und seine Schilderungen wurden anschließend über die Instagram-Seite „Podgorički vremeplov“ veröffentlicht.
Die Bilder zeigen Flammen an mehreren Punkten gleichzeitig, dichter Rauch hängt über der Landschaft und schränkt die Sicht erheblich ein. „Überall brennt es. Riesige Brände, und ein großer Teil des Gebiets ist bereits abgebrannt“, schilderte der Mann seine Eindrücke.
Fahrer sieht keine Feuerwehr
Besonders irritiert zeigte sich der Autofahrer darüber, dass ihm nach eigenen Angaben auf seiner gesamten Strecke kein einziges Feuerwehrfahrzeug begegnet sei. Er kritisierte zudem, keine größere Löschaktion wahrgenommen zu haben. Dabei handelt es sich allerdings um seine persönliche Beobachtung während der Fahrt.
Die offiziellen Angaben zeichnen allerdings ein differenzierteres Bild. Das montenegrinische Innenministerium teilte am 7. September mit, dass die zuständigen Dienste die Brände weiterhin vom Boden aus bekämpfen und die Feuerwehr von Šavnik zusätzliche Luftunterstützung für den Raum Kruševice angefordert hat. Die Einsatzkräfte würden laufend entsprechend der Lage auf die verschiedenen Brandgebiete verteilt.
Hohe Brandgefahr
Die außergewöhnliche Hitze und Trockenheit der vergangenen Wochen haben die Brandbekämpfung in Montenegro zusätzlich erschwert. Der staatliche Wetterdienst weist für die Bergregionen aktuell weiterhin eine mittlere Waldbrandgefahr aus. Die Bevölkerung wird dazu aufgerufen, kein Feuer im Freien zu entzünden und entdeckte Brände umgehend den zuständigen Stellen zu melden.