Drei Monate nach der Hochzeit endet eine Reise nach Venedig in einer Tragödie und die Ermittler stehen vor einem rätselhaften Unglück.
Das brasilianische Paar war erst seit drei Monaten verheiratet, als eine tagelange Suchaktion in den Kanälen Venedigs mit einem tragischen Fund endete: Die Leiche der 26-jährigen Frau wurde aus dem Wasser geborgen. Ihr 25-jähriger Ehemann war zu diesem Zeitpunkt bereits im Krankenhaus der Festlandstadt Mestre seinen schweren Verletzungen erlegen.
Unfall im Nebel
Der Unfall ereignete sich auf dem Tessera-Kanal, unweit des Flughafens Venedig. Bei schlechten Sichtverhältnissen – Dunkelheit und dichter Nebel – kollidierte das kleine Fischerboot, mit dem das Ehepaar unterwegs war, mit einem Wassertaxi. Die genauen Umstände des Zusammenstoßes sind bislang ungeklärt; die Staatsanwaltschaft Venedig hat Ermittlungen aufgenommen.
Schwierige Ermittlungen
Die Aufklärung des Unglücks gestaltet sich für die Behörden schwierig: Kameraaufzeichnungen, die den Hergang dokumentieren könnten, existieren nicht. Als einziger unmittelbarer Augenzeuge steht lediglich der Fahrer des Wassertaxis zur Verfügung.
Die Staatsanwaltschaft Venedig führt ein Ermittlungsverfahren wegen nautischer Tötung gegen den Fahrer des Wassertaxis und hat eine Obduktion des Leichnams des 25-jährigen Ehemanns angeordnet. Nach Angaben der Ermittlungsbehörden sollen technische Untersuchungen am geborgenen, stark beschädigten Boot klären, welche Geschwindigkeit die beteiligten Boote hatten, in welcher Richtung sie fuhren und wie der Aufprall zustande kam.
Ermittler gehen davon aus, dass die Dunkelheit allein nicht als einzige Ursache für die Kollision in Frage kommt. Die Auswertung der Spuren sowie die Untersuchung des stark beschädigten Bootes sollen weitere Erkenntnisse über den Unfallverlauf liefern.