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Tierquälerei

Katze mit Rohrzange erschlagen: 35-Jähriger sitzt in U-Haft

Katze mit Rohrzange erschlagen: 35-Jähriger sitzt in U-Haft
(Symbolbild FOTO: iStock)
2 Min. Lesezeit |

Eine Rohrzange, Videos und Fotos und ein Mann in U-Haft. Der Fall aus dem Burgenland entfacht erneut die Debatte über Strafen für Tierquälerei.

Ein 35-jähriger Mann aus Rechnitz im Burgenland befindet sich nach einem mutmaßlichen Fall schwerer Tierquälerei in Untersuchungshaft. Ihm wird vorgeworfen, seine Katze mit einer Rohrzange erschlagen, anschließend versucht zu haben, den Kopf des bereits toten Tieres mit einem Spaten abzutrennen und die Tat mit Videos und Fotos dokumentiert zu haben. Am Montag wurde über den Mann wegen Tatbegehungsgefahr Untersuchungshaft verhängt.

Ruf nach Reform

Fälle von Tierquälerei sorgen immer wieder für heftige öffentliche Reaktionen. Besonders der Fall des Katers Schmotzer in Tirol löste zuletzt eine breite Debatte aus: Auf das Tier wurde mit einem Bolzenschussgerät geschossen, anschließend wurde mit einer Schaufel auf den Kater eingeschlagen und ihm schließlich die Kehle durchtrennt. Vier junge Männer wurden Anfang August vom Vorwurf der Tierquälerei rechtskräftig freigesprochen, weil das Gericht die für § 222 StGB erforderliche Mutwilligkeit der Tötung nicht als erwiesen ansah. Tierschutzorganisationen fordern seit Jahren strengere Konsequenzen bei Tierquälerei.

Nach derzeitiger Rechtslage ist Tierquälerei in Österreich nach § 222 Strafgesetzbuch mit einer Freiheitsstrafe von bis zu zwei Jahren bedroht. Die Pfotenhilfe fordert seit Jahren eine deutliche Verschärfung. Sprecher Jürgen Stadler sprach sich bereits 2023 für eine Erhöhung des Strafrahmens auf fünf Jahre aus. Auch Anfang 2025 erneuerte die Organisation diese Forderung und argumentierte, ein höherer Strafrahmen würde bei schweren Fällen deutlich strengere und abschreckendere Urteile ermöglichen.

Gewalt & Forschung

Die Pfotenhilfe fordert deshalb eine Anhebung des Strafrahmens bei Tierquälerei auf bis zu fünf Jahre. Auch in der Forschung wird seit Jahren untersucht, inwieweit Tierquälerei gemeinsam mit anderen Formen von Gewalt auftritt.

Mehrere Studien zeigen Zusammenhänge insbesondere mit häuslicher Gewalt und Kindesmisshandlung. Eine umfassende Übersichtsarbeit über 61 Untersuchungen kommt allerdings zu einem differenzierten Ergebnis: Zwar finden sich Hinweise darauf, dass Gewalt gegen Tiere und Gewalt innerhalb von Familien gemeinsam auftreten können, die Ergebnisse unterscheiden sich jedoch stark zwischen den einzelnen Studien. Die Forschenden warnen deshalb davor, aus Tierquälerei automatisch auf andere Gewalttaten zu schließen.

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KO KOSMO-Redaktion
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