3,6 Meter hoch und nachts beleuchtet: Mit diesem riesigen Mittelfinger rechnete ein US-Unternehmer auf ungewöhnliche Weise mit dem neuen Partner seiner Ex-Frau ab.
Die Geschichte sorgte bereits im November 2013 im US-Bundesstaat Michigan für Schlagzeilen und verbreitet sich bis heute immer wieder in sozialen Netzwerken. Der Unternehmer Alan Markovitz ließ im Garten seines Hauses in Orchard Lake eine knapp 3,6 Meter hohe Skulptur mit ausgestrecktem Mittelfinger aufstellen. Sie war auf das Nachbarhaus ausgerichtet, in dem seine Ex-Frau mit ihrem neuen Partner lebte. Die Skulptur kostete Markovitz nach damaligen Medienberichten rund 7.000 US-Dollar.
Damit die Botschaft auch nach Einbruch der Dunkelheit nicht zu übersehen war, ließ Markovitz die Skulptur zusätzlich mit einem Scheinwerfer beleuchten. Öffentlich bekannt wurde die Aktion, nachdem die Tochter seiner Ex-Frau ein Foto davon auf Twitter veröffentlichte. Kurz darauf griffen zahlreiche US-Medien die ungewöhnliche Geschichte auf.
Markovitz‘ Statement
Markovitz erklärte damals, dass sich die Aktion nicht gegen seine Ex-Frau, sondern gegen deren neuen Partner richte. Nach seiner Darstellung hatte der Mann bereits während seiner Ehe eine Affäre mit seiner damaligen Frau. „I’m so over her. This is about him“, sagte Markovitz damals gegenüber Deadline Detroit. Dass er ausgerechnet ins Nachbarhaus zog, bezeichnete er als Zufall – nachdem ihm ein Makler die Immobilie gezeigt habe, habe für ihn „Karma“ den Rest erledigt.
Rechtliche Debatten
Die Aktion warf damals auch rechtliche Fragen auf. Diskutiert wurde unter anderem, ob die gezielt auf das Nachbarhaus gerichtete Skulptur als unzumutbare Beeinträchtigung gewertet werden könnte. Zum Zeitpunkt der ersten Berichte war noch unklar, ob die örtlichen Behörden die Installation dauerhaft zulassen würden. Gleichzeitig berührte der Fall Fragen der in den USA weitreichend geschützten Meinungs- und Ausdrucksfreiheit.